Internat

Dienstreisen, Fortbildungen, Meetings: Viele berufstätige Eltern sind zeitlich stark eingespannt. Kann der Besuch eines Internats eine für alle Seiten beruhigende Lösung sein?

Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen. Welche Eltern kennen diesen Spruch nicht! Während für die Jüngeren noch vielfältige Betreuungsangebote zur Verfügung stehen, fühlen sich Eltern pubertierender Jugendliche häufig allein mit ihren Fragen und Sorgen. Plötzlich stellen die gestern noch „lieben Süßen“ alles in Frage, lehnen die Eltern ab und testen Grenzen aus. Und nicht selten tritt Gesprächsbedarf vornehmlich dann auf, wenn man nach einem anstrengenden Tag müde heimkommt und eigentlich nur noch Ruhe haben möchte. Das macht Druck, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage für die Zeitschrift „Eltern“ ergab. 62 % der Eltern sagen: „Eile, Hetze und Zeitdruck sind Alltag“. Dazu kommt die Angst, etwas falsch zu machen oder nicht genügend da zu sein für die Kinder. 67 % der Eltern sehen die Ansprüche an sich selbst in puncto Erziehung als den stärksten Stressfaktor und sehnen sich nach Entlastung. Diese könnte, wie in anderen Ländern durchaus üblich, durch einen Internatsbesuch gefunden werden.

Spannungsfeld Schule – Lernen – Leistung entzerren

In angelsächsischen Ländern sind Internate fester Bestandteil des Bildungssystems. Ihr Besuch gilt als Privileg und ist für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler gleichermaßen erstrebenswert. In Deutschland sind Mütter und Väter interessanterweise eher zurückhaltend. „Aus Gesprächen mit Eltern wissen wir, dass sie zum Teil ein schlechtes Gewissen haben, wenn ihr Kind ein Internat besucht“, sagt Anke Muszynski, Internatsleiterin an der Steinmühle in Marburg. Dabei kann die Kombination von elterlicher Erziehung und Internat eine große Entlastung bringen, weiß die Pädagogin, weil die in der Pubertät typischerweise kritischen Themen wie Lernen, Mediennutzung und Freizeitverhalten zu Hause in den Hintergrund treten. „Dass es in dieser Zeit zu Spannungen zwischen Eltern und Jugendlichen kommt, ist ganz normal und gehört zum Loslösen der Kinder dazu“, beruhigt Anke Muszynski. Hilfreich sei, immer im Blick zu behalten: Ist alles im üblichen Rahmen? Welchen Raum nehmen die Gespräche und Schulthemen ein? Kommen dadurch eventuell Geschwisterkinder zu kurz? Kollidiert die Situation mit den Herausforderungen in der Praxis? Welche Hilfe gibt es eventuell auch vor Ort?

Auswahl wohl überlegen

Die Begleitung durch die Pädagog(inn)en eines Internats komme den Jugendlichen wie auch den Familien insgesamt zugute, insbesondere dadurch, dass das leidige Thema Hausaufgaben herausgenommen werde. Der Austausch über Werte und die Form des Miteinanders müsse aber unbedingt auch im Elternhaus stattfinden, betont Muszynski. Und natürlich sollten die Kinder auch in die Überlegung, ob ein Internatsbesuch in Frage kommt und welches geeignet wäre, von Beginn an einbezogen werden. „Nicht jedes Kind ist für jedes Internat geeignet“, erklärt Muszynski. Empfehlenswert sei, gemeinsam zusammenzustellen, welche Punkte wichtig sind. Groß oder klein? Weltlich oder religiös? Stadt oder Land? Welche Sprachen und Sportarten? Wie ist das musikalische und kulturelle Angebot? Stehen Leistungsorientierung oder der Erwerb sozialer und emotionaler Kompetenzen im Vordergrund? Strenger Rahmen oder Freiheit und Eigenverantwortung? G8 oder G9? Reine Internatsschule oder mit externen Schülern?

Am besten probewohnen

„Ein Internatsbesuch wird nur gelingen, wenn die Schülerinnen und Schüler mit in die Entscheidung eingebunden werden und gerne aufs Internat wollen“, so Anke Muszynski. Eine gute Möglichkeit, herauszufinden, ob ein Internat zum Kind und den pädagogischen Vorstellungen der Eltern passt, ist es, sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen. Die meisten Internate bieten einen Schnuppertag, manche auch „Wohnen auf Probe“ an. „Das ist sehr hilfreich. Tun Sie das aber unbedingt während des regulären Schulbetriebs und nicht nur am Wochenende oder in den Ferien. Dann haben Sie einen unverfälschten Eindruck“, raten Schulpsychologen. Und sollte sich nach der Anmeldung doch noch rausstellen, dass „es nicht passt“, sei ein Wechsel ratsamer als „Durchhalten“.

Soziale Kompetenzen immer wichtiger

Was macht nun aber gute Internate und ihre Schulen aus? Früher galten der Erwerb umfangreichen Wissens und gute Schulnoten als Garant für eine erfolgreiche berufliche Karriere. Die Arbeitswelt befindet sich jedoch im Wandel. In Zeiten von Globalität, Internationalität, Vernetzung und Mobilität sind neben Fachwissen immer stärker auch Medien- und Sozialkompetenz, Teamfähigkeit, Kooperation, Neugierde, Weltoffenheit, Risikobereitschaft und Eigenverantwortung gefragt, sind sich Trendforscher einig. Diese Kompetenzen werden in guten Internaten aktiv gefördert und gefordert. Ein Blick auf die Webseite der Internate kann eine erste Orientierung geben, wie dies jeweils umgesetzt wird. Ein oder mehrere Tage vor Ort und das erwähnte Probewohnen mit Schulbesuch vermitteln einen persönlichen Eindruck und zeigen, ob der/die Jugendliche sich wohl fühlt.

Bewertungskriterien

  • Folgende Kriterien können bei der Bewertung eines Internats und der angegliederten Schule herangezogen werden.
  • Individuelle Förderung und Hausaufgabenbetreuung
  • Potentialentfaltung Feste Normen und Werte
  • Verlässlichkeit Gemeinschaftsaktivitäten
  • Sozialkompetenz Projekte und Räte
  • Teamfähigkeit Kombination von Internats- und externen Schüler/innen
  • Vielfalt an Kontakten Pädagogische Begleitung
  • individuelle, stärkenorientierte Betreuung Trennung von Schul- und Internatsbetreuung
  • Vielfalt der Ansprechpartner/innen Mitgestaltung von Lebensraum und -umfeld
  • Selbstständigkeit und Eigenverantwortung Wechselnde Sport- und Freizeitaktivitäten
  • Erproben, entdecken, Selbstwirksamkeit Besondere Schwerpunkte (Musik, Sport)
  • Vertiefendes Lernen Mehrzügige Jahrgangstufen

Größere Fächerwahl in der Oberstufe Weitere Informationen rund um das Thema Internat und zur genannten Forsa-Studie finden Interessenten unter www.internate-info.de. Fragen zum Internatsleben beantwortet Anke Muszynski aus erster Hand (06421 408-14, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

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