Mit Kindern im Homeoffice. Auch ohne Pandemie ist das nicht einfach. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, damit es einfacher geht. 

Tipp 1: Morgen-/ Abendstund hat Gold im Mund

Morgens noch vor dem Kind aufstehen, ist nicht jedermanns/-fraus Sache, aber in diesem Fall lohnt es sich. Denn solange der Nachwuchs noch schläft, kann man gut und gerne ein bis zwei Stunden produktiv und konzentriert arbeiten. Wird der oder die Kleine wach, kann sie/er auch noch mit einem Hörbuch etwas länger im Bett gehalten werden. 

Wer eher zu den Nachteulen gehört, kann die Morgenstunden auch auf die Abendstunden verlegen. Die Kleinen können sich auch abends mit einem Hörbuch für einige Zeit schon mal ins Bett oder noch aufs Sofa legen. 

 

Tipp 2: Der Stundenplan für Zuhause

Gerade wenn die Kinder schon etwas älter sind, kann es sinnvoll sein, gemeinsam einen Stundenplan zu erstellen. So wissen Sie, aber auch die Kinder und Ihre zu pflegenden Angehörigen, wann Sie Zeit für einander haben. Zum Beispiel könnten Sie für 9:00 Uhr das gemeinsame Frühstück ansetzen. Um etwas Zeit zu schinden, aber auch um den Kindern Eigenverantwortung zu lehren, können sie das Tischdecken an diese delegieren. Meistens können die Kleinen sehr viel mehr, als wir ihnen zutrauen. 

 

Tipp 3: Gute Vorbereitung ist das halbe Homeoffice

Eine Idee könnte sein, schon am Wochenende einen Essensplan zu erstellen und alles für die Woche einzukaufen. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann das Essen auch schon vorkochen. Das spart während der Woche Zeit und Nerven.

Vielen Kindern fällt es schwer, sich selbst zu beschäftigen. Überlegen Sie gemeinsam, was das Kind basteln oder spielen könnte und bereiten Sie alles vor. Achten Sie darauf, dass die Aufgaben nicht zu schwierig sind, denn dann könnte aus der ruhigen Bastelstunde alleine ein Notfall werden. Die Folge: siehe oben. Mittlerweile gibt es viele Unternehmen, die virtuelle Bastelstunden anbieten. Schauen Sie sich mal auf den Webseiten um. Hier gibt es für fast jedes Alter Angebote. 

 

Tipp 4: Lieber kurz als gar nicht

Kleine Kinder können sich noch nicht lange konzentrieren. Es macht daher Sinn, alle Tätigkeiten, die hohe Konzentration erfordern, nicht zu den Zeiten zu erledigen, während derer die Kinder aktiv sind. Insbesondere wenn sie noch klein sind, haben Kinder eine Aufmerksamsspanne von manchmal nur 15 Minuten. Mit etwas Glück und Geduld kann diese aber auf 30 Minuten erweitert werden. Arbeiten Sie in dieser Zeit die Aufgaben ab, auf die sie sich nicht so konzentrieren müssen. Kümmern Sie sich dann wieder etwas um den Nachwuchs, um danach wieder 30 Minuten arbeiten zu können. 

 

Tipp 5: Homeoffice-Hausregeln aufstellen

Wer im Homeoffice arbeitet während die Kinder Zuhause sind, muss klare Regeln aufstellen. Eine Regel könnte beispielsweise sein: „Tür zu“ bedeutet, dass Sie nicht gestört werden dürfen. Außer natürlich im Notfall. Sie sollten also auch definieren was ein Notfall ist. Wurde ein Stundenplan erstellt, müssen sich alle Parteien daran halten. Halten Sie sich als Eltern nicht daran, werden sich die Kinder selbstverständlich auch nicht daran halten. Während der gemeinsamen Zeit, sollte das Handy aus bleiben. Sowohl das Bürohandy als auch das der Kinder. Nutzen Sie diese Zeit als „Qualitytime“. Besprechen Sie, was passiert ist, was noch ansteht.

 

Tipp 6: Pausen planen und einhalten

Einkaufen gehen ist keine Pause. Die Wäsche aufhängen, die Spülmaschine ausräumen, die Betten machen, sich (Tipp 5) um die Kinder kümmern, Essen kochen – kann eine Pause sein. Muss aber nicht. Planen Sie regelmäßige Pausen für sich ein. Kochen Sie sich einen Kaffee, setzen Sie sich auf’s Sofa und lehnen Sie sich zurück.

 Laut Arbeitsschutzgesetz muss jede:r Mitarbeitende Pause machen können. Laut § 4 ArbZG muss bei einer Arbeitszeit von sechs bis neun Stunden eine Arbeitspause von mindestens 30 Minuten genommen werden. Bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden ist eine Pause von 45 Minuten vorgeschrieben. Das hat seinen Grund! Auch Sie sollten sich im Homeoffice an diese. Vorgaben halten. Denn hinzu kommt, dass der Mensch vier bis sechs Stunden konzentriert arbeiten kann. Danach nehmen die kognitiven Fähigkeiten und somit auch die Qualität der Arbeit ab. Sie tun also weder sich und Ihrer Gesundheit noch ihrem Arbeitgebenden einen Gefallen.

 

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