Carepaket für die Lieben in der Ferne

Praktische Tipps für ein besonders Geschenk von HousingAnywhere-Gründer Niels van Deuren.

Es ist so weit: Die besinnliche Jahreszeit wird eingeläutet. Für Eltern von Auslandsstudenten heißt das jedoch vor allem Verzicht auf das Wichtigste – denn der Nachwuchs sitzt in der Ferne, während hierzulande Weihnachtsmärkte, Plätzchen und kuschelige Kaminabende locken. Um dem Spross im Ausland dennoch ein Stück Heimat zukommen zu lassen, werden auch dieses Jahr wieder tausende Care-Pakete geschnürt. Mit den folgenden Tipps wird das Paket in diesem Jahr zu etwas ganz Besonderem.

Ein Stückchen Heimat gegen das Heimweh

Wie viel ein Stückchen Heimat ausrichten kann, wird oft unterschätzt. Weit weg von Zuhause, umgeben von fremden Eindrücken, Essgewohnheiten und Kultureinflüssen, sind es oft die kleinen Dinge, die heimatlichen Charme versprühen. Dabei geht es weniger um Symbole des Heimatlandes. Schon ganz alltägliche Gegenstände können die Trennung verkraftbar machen. So kann ein Paket Schwarzbrot zusammen mit dem Lieblingskäse aus der Heimat Wunder bewirken! Denn die deutsche Brotkultur ist nicht umsonst Weltkulturerbe der UNESCO: Jeder, der für längere Zeit im Ausland lebt, wird nach Monaten der Enthaltsamkeit ein einfaches Käsebrot zu würdigen wissen.

Gute Mischung zwischen Persönlichem und Nützlichem

Natürlich soll das Care-Paket auch eine ganz persönliche Note enthalten. Diese lässt sich durch eine Karte mit einer persönlichen Botschaft hinzufügen – oder durch ein gerahmtes Foto. Doch gerade bei Studenten sitzt das Geld meist nicht so locker. Aus diesem Grund ist ein gutes Gleichgewicht zwischen persönlichen Gegenständen und Dingen mit praktischem Nutzen wichtig. Auch Geld ist, obgleich unpersönlich, erfahrungsgemäß gerne gesehen. Gegen einen Schein verpackt in einer persönlichen Grußkarte sehen viele gutgemeinte, aber unpraktische Geschenke alt aus. Das funktioniert natürlich nur in Gastländern, die den Euro verwenden.

Saisonal denken lohnt sich immer

Eine Anregung für ein besonderes Extra im Paket bieten Jahreszeiten und Wetter im Gastland. So freuen sich Auslandsstudenten in kälteren Regionen erfahrungsgemäß über etwas Nützliches wie dicke Wollsocken. In warmen Gefilden spielen Sonnencreme, Moskito-Spray oder die zu Hause bewährte Après-Sun-Lotion ganz oben mit. Gerade in der bevorstehenden Weihnachtszeit sind jedoch auch saisonale Produkte aus Deutschland sehr gefragt: Von Lebkuchen über Marzipankartoffeln bis hin zu Glühweingewürzen finden sich allerlei Kleinigkeiten, die auch fernab der Heimat für weihnachtliche Stimmung sorgen.

Das Preisniveau im Gastland beachten

Das Preisniveau im Gastland ist ebenfalls ein Hinweis auf tolle und ungewöhnliche Geschenkideen. So lässt sich beispielsweise Bacon in muslimisch geprägten Ländern nur teuer auftreiben - eine Packung im Care-Paket kann so schnell zum Highlight des Monats werden. In anderen Ländern wiederum mögen Kosmetika wie Bepanthen oder Nivea für hiesige Verhältnisse überteuert oder gar nicht erst erhältlich sein. Auch Schokolade, Kaffee oder Tee ist je nach Gastkultur und persönlichem Geschmack eine tolle Ergänzung für das Care-Paket.

Wie immer gilt jedoch zuallererst: Wer gut zuhört, schenkt am besten. Also beim nächsten Skype-Gespräch nicht davor zurückscheuen, einmal vorzufühlen! Am Ende sind persönliche Geschmäcker nämlich immer noch verschieden - und die oben genannten Anregungen nicht allgemeingültig.

Bildnachweis: fotolia - YakobchukOlena

Nils van DeurenÜber den Autor: Niels Van Deuren ist Gründer und CEO der Plattform www.housinganywhere.de, dem weltweit führenden Wohnungsmarktplatz für Studierende im Ausland.