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Von Familienfreundlichkeit sprechen ist das eine, das andere ist es, die Familienfreundlichkeit im eigenen Unternehmen umzusetzen. Nicht jede Maßnahme eignet sich für jedes Unternehmen. Mittelständische Unternehmen haben andere Ansprüche und Herausforderungen als große Konzerne. In dieser Rubrik erhalten Unternehmen jeglicher Größe Anregungen. Aber auch die Mitarbeiter erfahren, welche Maßnahmen für das eigene Unternehmen angeregt werden könnten. 

Miteinander reden, miteinander regeln

Wie Unternehmen motivierte Arbeitskräfte binden können

Verschiedene Beratungsangebote für werdende Eltern und Mitarbeiter mit Kindern oder Pflegeaufgaben sind häufig mit sehr geringem Aufwand zu realisieren, haben jedoch eine enorme Wirkung. Was können Sie tun, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern und damit leistungsstarke und motivierte Arbeitskräfte an die Firma zu binden? Folgen Sie dem Motto: Miteinander reden, miteinander regeln.

 

Stress

Besser ohne - Mach mal Pause!

Heutzutage gehört es für viele immer noch zum guten Ton, gestresst zu sein. Wer keinen Stress hat, der tut auch nichts. Und unter einem sehr hohen Leistungsdruck zu stehen, ist inzwischen weitverbreitet und „normal“. So könnte man denken, wenn man Vielbeschäftigte, Führungskräfte, Hausfrauen, ja sogar Schulkinder hört. Sicher, die Arbeitsverdichtung hat enorm zugenommen. Dazu kommen immer höhere Erwartungen: Vom Chef, von Kindern an Eltern, vom Partner, von der Gesellschaft (Vollzeit-Mutter, Rabenmutter) und nicht zuletzt -an uns selbst. Grenzenlosigkeit ist eine schöne Sache. Sollte man meinen. Doch wo uns nichts mehr begrenzt, ist der Mensch leicht überfordert. Zu viele Entscheidungsmöglichkeiten können Stress verursachen. Deshalb ist es so wichtig, sich selbst klar zu sein, welche Rolle man gerade innehat. Welche Aufgaben gerade anstehen und welche Ressourcen einem für die Bewältigung zur Verfügung stehen. Es gibt viele Studien zum Thema, welches brandheiß ist. Hier nur ein paar Zahlen, die die Notwendigkeit von stressbekämpfenden Maßnahmen nicht mehr in Frage stellen:

 

GESUCHT: Der beste Mitarbeiter (m/w) !

Von „unten nach oben“ statt von „oben herab“

Die Diskussion um die Frauenquote lebt immer wieder auf. Was machen Sie als Arbeitgeber: Diskutieren Sie noch oder handeln Sie schon? Was darf’s denn sein? Frauenquote, Quotenfrau, Teilzeit-Chefin? Job Sharing, staatliche Unterstützung in Sachen Kinderbetreuung, oder doch lieber eigene Angebote im Unternehmen? Fest steht: Wenn ein Unternehmen für die besten Mitarbeiterinnen durch entsprechende eigene Maßnahmen attraktiv ist, steigt die Frauenquote, auch in Führungspositionen. Ohne staatlich verordnete Quote. Sicher ist auch: OHNE (gute) Frauen im Unternehmen können viele Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr lange aufrecht erhalten. Das entscheidende Stichwort lautet also: Arbeitgeberattraktivität.

 

Attraktive Arbeitgeber sind gefragt

Familienfreundlichkeit - ein Gewinn für alle

Wir müssen Lösungsmodelle für die Probleme entwickeln, die auf unsere Gesellschaft zukommen. Das weiß die Wirtschaft schon lange. Und immer mehr Unternehmen verbessern mit individuellen und teilweise innovativen Projekten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dabei wird gerne auf Freiwilligkeit gesetzt. Die meisten der DAX 30 –Unternehmen lehnen zum Beispiel eine staatlich verordnete Frauenquote laut einer Umfrage der Frankfurter Rundschau ab. Quote hin oder her: Die Diskussion darum lenkt nur ab von der Tatsache, dass als Voraussetzung für mehr weibliche Führungskräfte, aber auch für die Vereinbarkeit im allgemeinen, die praktischen Rahmenbedingungen verändert werden müssen. Und es ist ja auch fraglich, ob das Problem, weshalb gerade deutsche Frauen so selten auf den Führungspositionen anzutreffen sind, allein durch eine verbindliche Quote gelöst werden kann.

 

Eine Herausforderung für Unternehmen

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Es ist eine große Aufgabe für die Unternehmen, eine harte Prüfung für die Eltern, speziell und immer noch für die Frauen und eine echte Herausforderung für unsere Gesellschaft. Überall auf der Welt und in Deutschland im Besonderen: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Aber: Vieles bewegt sich in diesem Bereich. Und das ist gut so!

Viele Unternehmen haben den Wert einer familienfreundlichen Personalpolitik für sich erkannt. Nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklung. Der Anteil der Firmen, die Schwierigkeiten haben werden, Fachkräfte zu bekommen, wird in den nächsten Jahren von derzeit 29 Prozent auf 66 Prozent ansteigen (Quelle: Allensbach Institut, IAB, DIB 2009). Dies verschafft dem Thema „Vereinbarkeit“ eine hohe Priorität in der Chefetage. Denn, den Arbeitgebern ist vieles lieb und vor allem teuer, wenn es auch in Zukunft darum geht, wettbewerbsfähig zu sein, die verfügbaren Fachkräfte für sich gewinnen und langfristig an das Unternehmen binden zu können.