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Vorträge und Präsentationen

Geschrieben von: Isabell Schürmann

Überzeugen Sie mit Auftrittskompetenz

Ob Sie Menschen von einer Sache überzeugen oder sie sogar begeistern können, hängt oftmals weniger von Ihren Fachkenntnissen, als von Ihrer persönlichen Wirkung ab. Was aber macht Ihre persönliche Wirkung aus? Neben dem äußeren Erscheinungsbild, Ihrer Stimme (Sprechgeschwindigkeit, Verständlichkeit, Stimmlage, Intonation) und Ihrer Wortwahl, bestimmen Ihre Körpersprache und Ihre persönliche Überzeugung in großem Maße Ihre Wirkung auf andere. Nur wenn Sie selbst von einer Sache ganz und gar überzeugt sind und dies auch durch Ihre Körpersprache manifestieren, wird es Ihnen gelingen, andere Menschen durch Ihren Auftritt zu überzeugen.

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“

Im Job kommt es immer wieder vor, dass man seine Ideen oder Projekte einem Plenum vorstellen muss. Nicht jeder ist der „geborene Redner“ und manch einer fürchtet sich sehr, vor einer Gruppe zu sprechen oder gar vor gelangweilten Zuhörern, die unruhig, gähnend auf Ihren Stühlen hin und her rutschen. Daher gilt wie immer das Sprichwort: „Übung macht den Meister“ oder auch „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“ Mit ein paar Tipps und vor allem einer guten Vorbereitung gewinnen Sie zunehmend an Sicherheit und Überzeugungskraft und entwickeln letztlich vielleicht auch Spaß an der neuen Herausforderung.

Auf folgende Punkte sollten Sie achten:

  1. Gute Vorbereitung: Bereiten Sie sich nicht nur inhaltlich gut vor, sondern prüfen Sie auch, dass die technischen Bedingungen stimmen, denn gerade Pannen mit Blick auf die Technik können für das Nervensystem des Sprechers verheerend sein.

  2. Haltung: Verstecken Sie sich nicht hinter Ihrem Rednerpult oder laufen rastlos wie ein Tiger hin und her, sondern stehen Sie natürlich und locker vor Ihren Zuhörern.

  3. Sammeln Sie sich: Fangen Sie nicht gleich an zu sprechen, sondern warten Sie bis Sie die Aufmerksamkeit des Publikums haben.

  4. Nervosität ist menschlich: Haben Sie keine Angst vor Lampenfieber - es steigert ihre Konzentration und macht Sie sympathisch.

  5. Blickkontakt: Nehmen Sie bewusst Blickkontakt mit Ihren Zuhörern auf und halten diesen. Nur so fühlen sich Ihre Zuhörer persönlich angesprochen und sie können die Stimmung im Publikum (Reaktionen) aufnehmen und entsprechend darauf reagieren.

  6. Stimme: Sprechen Sie laut, langsam und deutlich und verwenden Sie „die Sprache“ Ihrer Zuhörer (Fachsprache vs. Umgangssprache). Verleihen Sie Ihrer Stimme Charakter durch Modulation und vermeiden Sie Monotonie.

  7. „Weniger ist mehr!“: Überfordern Sie Ihre Zuhörer nicht mit überfrachteten Folien und umfangreichen Graphiken. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Kernaussagen.

  8. Gestik & Mimik: Achten Sie auf eine natürliche Gestik und Mimik als Ausdruck Ihrer Persönlichkeit, denn wenn Ihre Worte und Gedanken nicht übereinstimmen fällt das allen sehr schnell auf.

  9. Zwischenfragen: Sichern Sie sich die Aufmerksamkeit der Zuhörer durch Zwischenfragen. Denken Sie daran: „Wer fragt, der führt!“ … und abgesehen davon:  ein Dialog ist doch wesentlich kurzweiliger als ein Monolog, oder?

  10. Sprechpausen: Legen Sie Sprechpausen als dramaturgisches Stilmitteln ein.

  11. Kurze Zusammenfassung: Geben Sie den Zuhörern stets eine kurze Zusammenfassung, bevor Sie ein neues Thema ansprechen.

  12. Abschluss: Fordern Sie Ihre Zuhörer – sofern passend - zu einem konkreten Handeln und bedanken sich am Ende für die Aufmerksamkeit.

In diesem Sinne:

The floor is yours …. viel Spaß dabei!