Dressed for Success: Business Look für SIE und IHN (Teil 2)

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Kleidung spricht

Zwar nonverbal, mitunter aber sehr viel lauter, als es Ihnen lieb ist. Darum ist es wichtig, in Sachen Business-Outfit den richtigen „Ton“ zu finden. 

Die Sprache der Kleidung wird ganz wesentlich vom Zusammenspiel der Farben, der Musterungen, der Materialien und Schnitte geprägt. Die Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten und damit einhergehend entsprechender Umschreibungen ist unendlich groß: sportlich, natürlich, klassisch-zeitlos, extravagant, unkonventionell und noch vieles mehr.

Von Business Classic bis Business Eco:

In meinem letzten Beitrag zum Thema „Dressed for Success“ habe ich Ihnen sechs Grundregeln vorgestellt, die bei der Zusammenstellung eines wirkungsvollen Business-Outfits sehr hilfreich sein können, da es aufgrund der Branchenvielfalt keine allgemeingültigen Regeln gibt. Während in traditionellen / konservativen Unternehmen ein formelles Auftreten im klassischen Business-Outfit (Kostüm / Anzug) gefragt ist, setzen junge Unternehmen oftmals auf zwanglose Business-Kleidung. 

Im Finanzdienstleistungssektor, bei Versicherungen, großen EDV-Dienstleistern oder in Unternehmensberatungen ist höchste Seriosität angesagt und „Business Classic“ also formelle Business-Kleidung steht auf der Tagesordnung.

Im Kreativbereich ist „Business Creative“ der Schlüssel – Kreativität und Individualität sind gefragt. Greifen Sie also nach ausgefallenen Kleidungsstücken, ungewöhnlichen Farbkombinationen oder extravaganten Accessoires.

Sind Sie dagegen im Umwelt-, Gesundheits- oder Wellnessbereich oder einer Ökologie-affinen Branche tätig, kann es oftmals wichtig sein, Ihre Glaubwürdigkeit durch den sogenannten „Business Eco“ Look – wie Ihn Ingrid Chladek so passend nennt – zu unterstreichen. Kleidung aus Leinen und Naturfasern sollten in ihrem Kleiderschrank dann nicht fehlen.

Farb-, stil- und situationsgerecht auftreten …

Viele Situationen erfordern jedoch - unabhängig von der Branche – klassische Business-Kleidung, z.B. Gespräche auf hoher Hierarchieebene, öffentliche Auftritte, Seminare oder Kongresse

… und das bedeutet für die Dame:

  • ein Kostüm oder Hosenanzug in gedeckten Farben und von guter Qualität als Basis,
  • die Bluse (in hellen Tönen) als unvergänglicher Klassiker; edle (Seiden-)Shirts mit gemäßigtem Ausschnitt sind unter dem Blazer ebenso erlaubt,
  • bestrumpfte Beine in abgestimmter Farbe - auch im Sommer! – stets ein Muss,
  • schlichte, klassische Pumps oder flache Lederschuhe, geschlossen und dezent in der Farbe (als dunkelster Part der Garderobe),
  • ausgewählte Accessoires (Ledertasche, Gürtel, zeitlose / schlichte Schmuckstücke, …) als Akzentgeber,
  • ein dezentes Make-up (ohne angemalt auszusehen) und
  • ein unaufdringlicher Damenduft.

Der klassische Dresscode für den Herren dagegen umfasst:

  • ein perfekt sitzender Anzug in gedeckten Farben oder feinem Nadelstreifen-Look (im Sommer in leichter Qualität / Cool Wool),
  • ein frisch gebügeltes Hemd in weiß, hellblau oder pastellfarben mit klassischer Kragenform (Kent- oder Haifisch-Kragen),
  • eine korrekt gebundene Krawatte, die als eines der wichtigsten Accessoires durchaus etwas Farbe ins Spiel bringen darf,
  • gepflegte (schwarze) Lederschuhe zum Schnüren mit glatter Ledersohle (stets geeignet sind die Schuhklassiker „Oxford“ und „Budapester“),
  • Uni-Kniestrümpfe oder Socken in der Farbe des Hosensaums (schwarz oder dunkelgrau),
  • ausgewählte Accessoires als Akzentgeber (Gürtel farblich passend zu den Schuhen, schlicht-elegante Manschettenknöpfe, eine hochwertige Armbanduhr, Ehering, Lederarbeitstasche und ein Stofftaschentuch) und
  • ein dezenter Herrenduft.

Die absoluten „No-Go’s“:

Über Geschmäcker lässt sich zweifelsohne streiten, nicht aber über die nachfolgenden „No-Go’s“.

Bei den Damen:

  • schlecht sitzende, durchscheinende Kleidung,
  • Blazer ohne Bluse / Shirt tragen,
  • zu tiefe Ausschnitte
  • zu kurze Röcke, zu viele Rüschen, Strass oder Pailetten,
  • Netzgewebe bunte Strümpfe,
  • nackte Beine (auch nicht im Sommer!),
  • ungepflegte Schuhe (ungeputzt, abgelaufen), zu hohe Absätze (ab 6 cm) oder Absätze mit Metallpins,
  • Preisschild auf Schuhsohle,
  • unschmeichelhafte Farben und wilde Muster,
  • billiger oder klimpernder (Mode-)Schmuck,
  • sichtbare Tattoos / Piercings, und
  • aufdringliches Parfum, „Fingernagel-Krallen“, zu viel Make-up (knallige Farben etc.)
  • ungepflegtes Haar

Bei den Herren:

  • schlecht sitzende oder zerknitterte Kleidung,
  • Markenlabel am Anzug- bzw. Sakkoärmel
  • Hose ohne Gürtel, wenn Gürtelschlaufen vorhanden sind,
  • sichtbare Hosenträger,
  • Jeans zur Krawatte,
  • gelockerte Krawatte mit geöffnetem Hemd,
  • kurzärmeliges Hemd (auch unter Anzugjacke),
  • weiße oder bunte Socken (mit Motiven),
  • kurze Socken, so dass im Sitzen die nackte Wade sichtbar wird,
  • ungepflegte Schuhe (ungeputzt, abgelaufen), helle Slipper, Sandalen
  • unpassende Accessoires (Halskette, Arm- und Ohrschmuck),
  • Mobiltelefone, die am Gürtel oder in der Brusttasche (warum denn nicht in der Brusttasche?) getragen werden
  • sichtbare Schweißränder unter den Armen
  • Ungepflegte Haare


Mit Blick auf die Adventszeit und die anstehenden Festlichkeiten zum Jahresausklang, möchte ich in meinem nächsten Beitrag über Dresscodes bei festlichen Veranstaltungen schreiben.


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