Notfallmütter für krankes Kind

Der Notmütterdienst e.V. kümmert sich seit 1969 um Kinder, wenn bei der Betreuung gerade "Not an der Mama oder am Papa" ist. 

 Und zwar seit 1969. In diesem Jahr feiert der Frankfurter Verein mit bundesweiten Büros sein 50-jähriges Jubiläum. Grund genug für ein Interview mit der Geschäftsführerin Mona Damian.

Frau Damian, Sie sind seit 2018 Geschäftsführerin des Frankfurter Notmütterdienst e.V. (NMD). Erzählen Sie uns ein bisschen davon. Was bieten Sie an und was macht den NMD so besonders?

Der Notmütterdienst ein gemeinnütziger Verein aus Frankfurt, der inzwischen in mehreren deutschen Städten vertreten ist – Hamburg, Köln, Berlin, aber auch Koblenz, Hanau, Halle/Leipzig oder Chemnitz. Weitere sind in Planung. Wir arbeiten nicht gewinnorientiert, was uns schon einmal von vielen anderen Anbietern in der Kinderbetreuung unterscheidet.

Was uns sonst noch besonders macht: Bei uns findet die Kinderbetreuung in den Familien vor Ort statt. Das ermöglicht es zum Beispiel berufstätigen Müttern und Vätern, Betreuungslücken zu schließen, ohne dass nochmals ein Hin- und Herbringen zu einer weiteren Einrichtung oder zur Tagesmutter nötig wäre. Unser Ziel war und ist es, das Familienleben so ruhig und normal wie möglich weiterlaufen zu lassen. Da unterstützen unsere Betreuerinnen und Betreuer die Familien individuell. Übrigens auch, wenn zum Beispiel ein Kind oder auch ein Elternteil krank wird. In vielen Fällen besteht dann sogar Anspruch auf Finanzierung durch die Krankenversicherung oder andere Träger. Wir sind Partner vieler Versicherungen und kümmern uns, soweit möglich, auch um den Papierkram.

Und wie funktioniert das ganz konkret?

Angenommen, Ihr Kind erkrankt über mehrere Tage, aber all Ihre Betreuungstage auf der Arbeit sind schon aufgebraucht. Oder: Sie werden bald beruflich mehrere Tage auswärts unterwegs sein, und die Großeltern können diesmal nicht einspringen. Dann rufen Sie unser Büro an oder schreiben uns über ein Online-Formular. Unsere Mitarbeiter melden sich dann so schnell wie möglich zurück, um den genauen Bedarf und Kostenträgermöglichkeiten zu besprechen und machen sich dann auf die Suche nach der passenden Betreuungsperson. Je früher wir Bescheid wissen, umso besser können natürlich auch wir planen. Aber wenn es ganz schnell gehen muss, dann setzen wir alles in Bewegung, damit auch das funktioniert.

Sie sagen Betreuungsperson und nicht „Notmütter“. Der Name klingt für heutige Zeiten etwas ungewöhnlich – um nicht zu sagen: vielleicht auch etwas altbacken.

Darüber haben wir auch länger nachgedacht: Macht es Sinn, diesen Namen heute noch zu tragen? Immerhin geht es bei uns ja längst nicht nur um Mütter, sondern auch um Väter, die Unterstützung benötigen. Um Familie und Eltern. Und dann kümmern wir uns inzwischen auch um Seniorinnen und Senioren, auch die sind vielleicht als Großeltern Teil der Familie, für die uns die Kinder um Hilfe anfragen.

Unser Angebot ist inzwischen sehr umfassend – gerade deshalb haben wir uns aber entschlossen, den Namen, der vielen Menschen vertraut ist und der so lange unsere Arbeit geprägt hat, zu behalten. Weil ihn viele vielleicht noch aus ihrer eigenen Familie kennen. Zumindest in Frankfurt ist das so. Und weil wir natürlich an diese Generation anknüpfen: Meine Großmutter hat den NMD vor genau 50 Jahren gegründet.

War der Verein immer in „Familienhand“?

Ja und nein: Das Frankfurter Büro, in dem gleichzeitig auch unsere Bundeszentrale sitzt, leite ich inzwischen in dritter Generation. Das lief von meiner Großmutter über meine eigene Mutter bis jetzt eben zu mir. Da sitze ich heute noch im ehemaligen Arbeitszimmer meiner Oma – das Büro war früher die Wohnung meiner Großeltern. Auch sonst spielte der Verein immer eine wichtige Rolle in unserer Familie: Mein Vater ist im Vorstand, und mein Bruder wirkt in der Berliner Geschäftsstelle mit. Aber natürlich ist der Notmütterdienst sehr viel mehr. Im Vorstand und in den Büros deutschlandweit haben wir viele, tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch Geschäftsführer/innen aus ganz unterschiedlichsten Bereichen und Himmelsrichtungen. Ganz zu schweigen natürlich von den Betreuungskräften, die ja quasi das Herz des Notmütterdienst ausmachen.

In Ihrer Vereinssatzung steht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als erklärtes Ziel. Wie kann der NMD da weiterhelfen? Und kommen Sie da als Verein nicht auch schnell an Ihre Grenzen?

Das ist ein wichtiger Punkt: Wir bieten ein unserer Erfahrung nach sehr spezifisches Angebot, nämlich die Kinderbetreuung im eigenen Haushalt. Noch dazu auch für nur einzelne Stunden, in Notsituationen, bei Bedarf aber auch über einen längeren Zeitraum. Wir übernehmen alles, was anfällt – auch haushaltsnahe Dienstleistungen. Zu uns kommen Mütter und Väter, wenn die üblichen Sicherheitsnetze ausfallen – also wenn sowohl die Kita bzw. der Kindergarten geschlossen ist als auch die Eltern und Großeltern selbst nicht die Betreuung des Kindes übernehmen können. Wir haben auch schon einmal spaßeshalber gesagt: Wir sind die Alternative zur gerade heiß diskutierten 24-Stunden-KITA. Denn wir überbrücken die Zeiten zwischen Büroschluss und KITA-Schließung. Und ganz ohne zusätzliche Wege.

Haben Sie Wünsche oder Forderungen an die Politik?

Eine ganze Menge. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ja ein dauerhaft wichtiges Thema, das ganz verschiedene Dimensionen umfasst. Als Verein bespielen wir einen Bereich, der in der Politik und auch in der öffentlichen Wahrnehmung eigentlich kaum vorkommt – und das, obwohl so viele Eltern und Familien davon betroffen sind! Da wünschen wir uns ein bisschen mehr Sensibilität: Dass die Ämter und Behörden vor Ort und insbesondere auch die Kommunen noch besser mit uns zusammenarbeiten. Dass wir Menschen so schnell und unbürokratisch wie möglich helfen können.

Das geht aber nur, wenn wir auch die nötigen Verträge dazu aushandeln können, finanzielle Unterstützung erhalten für die verschiedenen Betreuungsangebote. Mit vielen Versicherungsträgern funktioniert die Zusammenarbeit schon prima – aber auch da müssen wir immer wieder verhandeln. Unser Angebot ist eben nicht unbedingt auf regelmäßige Dauer angelegt, sondern gerade für spezielle Situationen: Für Übergänge, Unvorhergesehenes, Ausnahmesituationen. Aber gerade deshalb für viele Eltern so unverzichtbar.

Über den Notmütterdienst:
Der Notmütterdienst e.V. ist in mehreren deutschen Groß- und Kleinstädten mit eigenen Büros vor Ort. Eltern, die Hilfe bei der Kinderbetreuung, Unterstützung im Haushalt oder ähnliches benötigen, können sich an das nächstgelegene Büro wenden. Adressen und Kontakt unter notmuetterdienst.de

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