Corina Schomaker

Wer seine Elternzeit gut plant, kann sie umso mehr genieße, so Expertin Corina Schomaker. Ihre wichtigsten Empfehlungen und nützliche Tipps hat Sie uns verraten.

Bleiben Sie beruflich auf dem Aktuellen

Der letzte Arbeitstag vor dem Mutterschutz wäre geschafft. Nun können Sie sich auf den neuen Familienzuwachs freuen und alles in Ruhe vorbereiten. Die Zeit bis zur Geburt soll eine Phase der Erholung sein und Sie sollten sich ganz um sich kümmern. Hat Ihr Baby dann das Licht der Welt erblickt, so kommen weitere Fragen auf. Wie läuft es im Betrieb? Hat sich organisatorisch etwas geändert? Und wie geht es den Kollegen? Bleiben Sie in der Elternzeit am Ball. Es ist jedenfalls sinnvoll, den E-Mail-Verteiler zu verfolgen und News mitgeteilt zu bekommen. Sie können sich auch sporadisch im Unternehmen melden, wodurch Sie den Faden nicht verlieren. Dann klappt auch der Übergang zurück in den Beruf wesentlich leichter und es erscheint Ihnen nicht alles ungewöhnlich und neu.

Ein Krippenplatz muss gut gesucht sein

In manchen Städten ist es leichter gesagt als getan, einen Krippenplatz zu bekommen. Doch das Business einiger Eltern verlangt häufig eine Betreuung des Kindes bereits unter zwei Jahren. Achten Sie darauf, Ihr Kind frühzeitig anzumelden und keine Anmeldefristen zu versäumen. Ansonsten kann es sein, dass Sie eine ganze Weile auf einen Krippenplatz warten müssen. Stress bei der Suche können Sie vermeiden, indem Sie bereits vor dem ersten Geburtstag Ihres Kindes Ausschau nach einem Krippenplatz halten. Sollen es hingegen nur ein paar wenige Stunden in der Woche Betreuung sein, dann ist auch Babysitting eine gute Alternative. Nehmen Sie sich aber auch dafür frühzeitig Zeit, um eine geeignete Betreuungsperson für Ihr Kind zu finden.

Vorteile einer Teilzeitstelle nutzen

Eine Teilzeitstelle wäre optimal für Sie oder ihren Partner? Manche Familien können sich besonders gut mit Teilzeitstellen arrangieren, wodurch mehr Zeit für die Familie bleibt. Dann sprechen Sie doch einfach Ihren Arbeitgeber darauf an. Sind in Ihrem Unternehmen mehr als 15 Beschäftigte, dann haben Sie zudem einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit. Jedoch muss Ihr Arbeitsverhältnis bereits schon sechs Monate vor der Babypause bestanden haben. Dennoch ergibt sich auch sonstig sicherlich eine Lösung. Ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber über die Arbeitszeiten ist unerlässlich. Außerdem muss Ihre neue Erwerbstätigkeit in Teilzeit den Aufgabenbereichen, Arbeitszeiten und örtlichen Gegebenheiten Ihren Qualifikationen entsprechend angemessen sein.

Berufliche Vorstellungen bekannt geben

Sie sollten Sie Ihren Arbeitgeber unbedingt erfahren lassen, wie lange Sie ungefähr pausieren werden. Eine fairer Umgang kommt Ihnen beidseitig zugute. Dadurch kann Ihr Arbeitgeber Ihren bestehenden Arbeitsplatz mit einer Elternzeitvertretung besetzen und alles organisieren. Übrigens: Auf einen Aufhebungsvertrag müssen Sie sich auf keinen Fall einlassen. Es muss gut überlegt sein, den Job einfach aufzugeben. Denn sobald ein Aufhebungsvertrag unterschrieben ist, so besteht auf den Job kein Anspruch mehr und Sie müssen sich nach der Elternzeit einen neuen Wirkungskreis suchen. Ein Aufhebungsvertrag ist nur dann sinnvoll, wenn Sie sowieso die Arbeitsstelle wechseln möchten.

Beruflicher Neustart nach der Elternzeit

Sie möchten sich beruflich umorientieren, weiterbilden oder an einem anderen Ort arbeiten? Nicht alle Eltern möchten nach der Elternzeit wieder in den selben Job zurück. Es gibt viele verschiedene Gründe, die dazu führen können, sich nach der Elternzeit beruflich zu verändern. Seien es auch nur flexiblere Arbeitszeiten oder eine andere Position in der Berufswelt. Obendrein möchten manche Mamas und Papas weitere Qualifikationen sammeln und überlegen deshalb, den Arbeitsplatz zu wechseln. Die Elternzeit kann eine solche Veränderung mit sich bringen. Ein Jobwechsel ist jedoch mit Organisation verbunden, die Sie im Idealfall bereits zu Beginn der Elternzeit berücksichtigen. Daraufhin können Sie sich entspannt einem beruflichen Neustart widmen.

Fazit

Die Elternzeit ist eine besondere, schöne und bereichernde Zeit für Eltern und ihrem Baby - auch mitten im Business. Mit diesem Thema befasst sich Corina Schomaker und klärt auf. Es ist viel angenehmer, wenn bereits vor der Elternzeit klar ist, wie die beruflichen Angelegenheiten weitergehen werden. Die meisten Mamis und auch Papis nehmen sich eine Auszeit vom Job und steigen zunächst ganz aus Ihrem gewohnten Berufsalltag aus. Es ist daher ratsam, ein paar grundsätzliche Dinge zu berücksichtigen. Dann wird die Elternzeit zur Genusszeit und Sie bleiben auch bezüglich Ihrem beruflichen Business auf dem Laufenden.

 

Über Corina Schomaker:

Corina Schomaker ist Diplom-Freizeitwissenschaftlerin und hat über ein Jahrzehnt in einer führenden Position gearbeitet und dabei sehr gutes Geld verdient. Nach einem Schicksalsschlag wollte sie sich trotz ihres beruflichen Erfolges umorientieren. Ihre Mutter verstarb eine Woche vor der Geburt ihres eigenen Sohnes. Plötzlich war sie Waise und Mutter ohne Mutter — da wurde ihr bewusst, dass sie etwas in ihrem Leben ändern will. Heute ist Corina Schomaker Mentorin und Expertin für Working Moms mit Kleinkindern. Sie unterstützt andere Frauen, Familien und den Traum von Kind und Business hin zu mehr ME und WE Quality time.