Berufsunfähigkeit

„Eine länger andauernde Krankheit bekommen nur die Anderen! Mir passiert so etwas nicht!“, das glaubte auch Thomas K.. Aber dann kam es anders.

Ein Fahrradunfall zwang ihn zu vier Monaten Pause. Thomas ist angestellt, gesetzlich krankenversichert, verheiratet, hat zwei Kinder, seine Frau ist im Erziehungsurlaub. Bruttoeinkommen: 4.500 €, Nettoeinkommen: 3.010 €.

Als Angestellter bekommt Thomas sechs Wochen lang seinen Lohn vom Arbeitgeber weiter gezahlt. Danach gibt es Krankengeld von der Krankenkasse. Die Höhe des Krankengelds richtet sich nach dem Einkommen. Normalerweise beträgt es 90 Prozent des Nettoeinkommens abzüglich der Beiträge für die Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Es gibt aber eine Höchstgrenze. Das maximale Krankengeld liegt derzeit bei 2.677,50 € minus der Sozialversicherungsbeiträge.

Die Rechnung für Thomas sieht so aus:

gesetzliches Krankengeld 2.677,50 €
- Beiträge zur Sozialversicherung (12,275 %) 365,48 €
= Auszahlungsbetrag Krankengeld 2.312,02 €

üblicher Nettolohn 3.010,00 €
- Krankengeld 2.312,02 €
= Fehlbetrag 697,98 €

Anstatt der 3.010 € netto bekommt er von der Krankenkasse nur 2.312 € ausgezahlt, satte 698 € weniger. Da kann es schon mal eng werden, wenn zum Beispiel der Kredit für das Haus abbezahlt werden muss.

Tipp:

Stocken Sie das gesetzliche Krankengeld durch eine private Absicherung auf. Lassen Sie sich individuell bei einem Versicherungsmakler beraten; er/ sie kann das beste Angebot verschiedener Versicherungsgesellschaften ermitteln.

Bei privat Krankenversicherten wird das Krankentagegeld als Baustein in den Versicherungsschutz eingeschlossen. Die Höhe kann hier individuell dem Einkommen angepasst werden.

Tipp:

Prüfen Sie die Höhe Ihres Krankentagegeldes regelmäßig nach einer Lohnerhöhung. Besteht keine automatische Dynamikanpassung, kann es auch hier nach einigen Jahren zu erheblichen Differenzen kommen.

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