Wie ist es Ihnen mit Ihren neuen Glaubenssätzen ergangen? Fühlt es sich schon richtig prima an? Oder wackelig bis unmöglich?

Wenn uns die Hemmschuhe ereilen – alte Glaubenssätze endgültig ablegen

Was auch immer für Sie zutrifft, es ist normal! Es gibt unzählige Situationen, in denen wir am liebsten die alten Pantoffeln wieder überstreifen wollen, fast so wie bei einer Diät, bei der uns die Schokolade anlacht. Und hier kommt die schlechte Nachricht: genauso wie es bei einer Diät nur mit konsequentem Verzicht oder gelegentlichen Ausrutschern zum Ziel geht, so verhält es sich auch bei den Glaubenssätzen.

Da viele Frauen mir zurückspielen, dass sie sich schwer tun, die neuen Glaubenssätze auch wirklich zu glauben, habe ich mich entschieden, Ihnen heute zunächst noch ein paar Tipps mitzugeben, wie Sie Ihre neuen Glaubenssätze immer wieder präsent machen können. Wie können Sie sicher stellen, dass Sie dran bleiben an den neuen Glaubenssätzen bzw. drauf bleiben auf den Stöckelschuhen?

Tipp 1: Entsorgen Sie Ihren alten Glaubenssatz mit einem Ritual!

Solange wir unsere alten Pantoffeln noch im Schuhschrank haben, ist die Gefahr groß, dass wir doch wieder reinschlüpfen. In meinen Seminaren lasse ich die Frauen z.B. ihren alten Glaubenssatz auf eine Karteikarte schreiben, in kleinste Stücke zerreißen und in den Mülleimer werfen. Dieses Ritual unterstreicht die Abkehr von den alten Mustern, die alten Schuhe werden entsorgt. Somit haben die neuen Schuhe gleich viel mehr Raum im Leben. Finden Sie für sich ein solches Ritual. Verbrennen Sie den Glaubenssatz, zerreißen Sie ihn, beerdigen sie ihn, was auch immer Ihnen lieb ist.

Tipp 2: die neuen Glaubenssatz täglich mehrfach mit allen Sinneskanälen „inhalieren“.

Teilen Sie den andern Leserinnen im Kommentar doch einfach einmal mit, wie Sie dies umgesetzt haben. Neulich sagte eine Klientin zu mir, sie habe das Überschreiten einer bestimmten Türschwelle zum Punkt des Rituals erklärt. Jedes Mal, wenn sie über diese Schwelle geht, spürt sie, wie sie ihren Glaubenssatz von unten quasi durch die Füße aufsaugt. Es gibt unzählige weitere Möglichkeiten. Teilen Sie uns diese doch einfach im Kommentarfeld unten mit. So können wir alle voneinander lernen.

Tipp 3: Malen Sie sich den gewünschten Endzustand in allen Facetten aus!

Träumen Sie! Genauso wie manche Frauen bei einer Diät Bikini-Bilder an den Kühlschrank heften, malen Sie sich doch innerlich aus, was Ihnen alles möglich ist, wenn Sie Ihren neuen Glaubenssatz verinnerlicht haben. Stellen Sie sich vor, wie viel Lebensqualität Sie gewonnen haben. Was würden Sie mit Leichtigkeit tun, was Ihnen heute vielleicht noch schwer fällt? Alleine das Zielbild hat oft schon eine enorme Zugkraft.

Tipp 4: Richten Sie Ihren Fokus auf das Positive.

Sehen Sie das Glas eher halb voll oder halb leer? Ich habe noch keinen Fall gesehen, bei dem es nützlich war, das Glas halb leer zu sehen. Führen Sie in einem Taschenkalender oder Ihrem Smartphone Buch über die Momente, in denen Sie schon in Ihren neuen Glaubenssatz (in Stöckelschuhen) unterwegs sind. Feiern Sie diese Momente für sich. Blenden Sie die Momente aus, in denen Sie sich wieder in Hemmschuhen sehen. Je mehr Sie Ihren Fokus auf die Stöckelschuhe richten, umso mehr werden Sie darauf laufen. Wenn Sie Ihrem Leben eine neuen Richtung geben wollen, ändern Sie Ihren Fokus und schärfen Sie ihn Stück für Stück.

In diesem Zusammenhang denken Sie daran, dass unser Unterbewusstsein mit Bildern funktioniert. Und es verinnerlicht das, was es sieht. Daher sollten sie den neuen Glaubenssatz positiv formulieren, damit sich im Unterbewussten nicht das Bild von etwas Negativem verankert. Würde ich Ihnen sagen, dass Sie jetzt einmal nicht an einen rosa Elefanten denken sollen, dann wandern gerade so viel rosa Elefanten durch Ihre Wohnungen, dass ich mir Sorgen um Ihr Mobiliar mache. Das Wort „nicht“ im Unterbewusstsein funktioniert nicht!

Vielleicht erinnern Sie sich einmal an Ihre Kindheit, da haben viele von uns erfahren, wie gut Autosuggestion bei Glaubenssätzen funktioniert. Wie oft wurde über Sie gesagt „Du bist faul“, „Du bist unordentlich“, „Du bist zu frech“, „Du bist zu nett zu anderen“, „Du machst nie was Du willst“, etc., etc. Jede dieser Formulierungen ist irgendwann so oft wiederholt worden, dass sie im Unterbewusstsein bei uns als Fakt abgespeichert wurde. Wir glauben es irgendwann selbst.

Nutzen Sie also die Chance, sich einen neunen, positiven Gedanken „einzupflanzen“. Und denken Sie parallel auch einmal darüber nach, was Sie Ihren Kindern tagtäglich so erzählen. Pflanzen Sie Ihren Kindern positive oder negative Glaubenssätze ein? Eine wichtige Erkenntnis, und die Möglichkeit, es ab sofort anders zu machen. Stärken Sie die Stärken Ihrer Kinder statt Ihnen pausenlos ihre Schwächen vor Augen zu führen. Richten Sie Ihren Fokus nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei Ihrem Umfeld auf das Positive. Sagen Sie allen, wovon Sie mehr wollen, nicht wovon Sie weniger wollen! Dieser Perspektivenwechsel stärkt nicht nur Ihren Glaubenssatz sondern kann Ihr komplettes Umfeld bereichern.

In diesem Sinne lasse ich Sie Ihren neuen Glaubenssatz noch ein wenig wachsen, bis wir beim nächsten Mal in die konkrete Planung unserer Lebensvision gehen und ein wenig Erfahrungsberichte anderer Frauen zum Thema Glaubenssätze hören.

Ihre Katrin Seifarth

Alle Arbeitsblätter finden Sie hier!

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Bildnachweis: fotolia - vadymvdrobot

Vita
Katrin Seifarth ist Coach, Beraterin, Moderatorin und Autorin der Erfolgsbücher "Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe" und "Das SIEgER Team". Ihr Ziel: "Ich möchte möglichst vielen Müttern den Weg der Selbstzweifel und der Unzufriedenheit ersparen und den Prozess zu mehr Zufriedenheit massiv beschleunigen."
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