Es ist gut, gelegentlich mal inne zu halten und seine Verhaltensmuster zu reflektieren und zu überdenken, aber bitte ohne jeden Selbstvorwurf.

Neue Glaubenssätze entwickeln Ihre Glaubenssätze in neue positive Glaubenssätze umwandeln

Bisher haben die Muster gut für uns funktioniert, deshalb haben wir sie gepflegt. Alte, ausgetretene Latschen haben den unglaublichen Vorteil, bequem zu sein, aber schön sind sie eben meist nicht.

Wie kommen Sie jetzt zu den ersten Stöckelschuhen? Wie kommen Sie zu neuen Glaubenssätzen?

Der sanfte Weg: nehmen Sie die Superlative, Komparative und das Absolute aus Ihren Glaubenssätzen

Sie haben beim letzten Mal gesehen, dass Ihre Glaubenssätze so hinderlich waren, weil sie voller Worte wie „ich muss“, „ich kann nicht“, „ich darf nicht“, „alle“, „immer“ steckten. Dieses Absolute nimmt Ihnen bzw. Ihren Füßen die Luft zum atmen. Wie fest geklebt haften diese Glaubenssätze hemmend an Ihren Füßen und lassen sich nicht so einfach abstreifen.

Der sanfte und einfach Weg ist es, die bisherigen Glaubenssätze abzumildern. Wie Sie Formulierungen austauschen können zeigt das Schaubild unten, lassen sie ein „nicht“ weg, machen Sie aus einem „Ich muss“ ein „Ich darf“.

Wenn Ihr Glaubenssatz beispielsweise lautet „Ich kann nicht NEIN sagen“, dann machen Sie daraus „Ich darf auch mal NEIN sagen“ oder „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich NEIN sage. 

 

 Alte Glaubenssätze Neue Glaubenssätze
Ich kann nicht Ich kann
Ich darf nicht Ich darf
Ich muss Ich darf, ich freue mich
Immer Manchmal
Alle die wichtigsten Menschen in meinem Leben, besser: ICH
Komparative, Superlative streichen

Der radikale Weg: neuen Glaubenssatz ins krasse Gegenteil umformulieren

Manche Frauen haben die alten Latschen allerdings so satt, dass sie komplett auf High Heels umsteigen möchten. Da hilft auch nicht die flachen Ballerinas als Zwischenmodell. Diese Frauen kehren ihren alten Glaubenssatz in das krasse Gegenteil um. Für den Glaubenssatz „Ich kann nicht NEIN sagen“ würde dies bedeuten „Ich freue mich, täglich NEIN zu sagen“. Für den Glaubenssatz „Ich muss es immer allen recht machen!“ würde der neue Glaubenssatz lauten „Ich muss es nur mir recht machen!“

Welcher Glaubenssatz ist der richtige für mich?

In erster Linie wollen Sie Ihren neuen Glaubenssatz leben ab sofort, daher soll er sich gut für Sie anfühlen. Spüren Sie in sich hinein. Er sollte sich so anfühlen, dass Sie denken „Wenn ich diesen Satz glauben könnte, das wäre super!“ Aber es sollte nicht so sein, dass Sie denken „Niemals werde ich das glauben können!“ Auf die Schuhe übertragen heißt das: Träumen Sie von einem Modell, das Sie sich von der Absatzhöhe so gerade noch vorstellen können. Dann ist es genau richtig. Ein bisschen strecken sollten Sie sich schon, aber Ihr Gefühl entscheidet!

Wenn Sie für Ihre alten Glaubenssätze neue Glaubenssätze identifiziert haben, tragen Sie diese im Arbeitsblatt 6 Ihre top 3 neuen Glaubenssätze ein. Wichtig ist, dass Ihr Glaubenssatz mit „Ich“ beginnt, im Präsenz geschrieben ist (so als wäre der Zustand bereits erreicht) und positiv formuliert ist. Dies ist wichtig, weil er nur so in unser Unterbewusstsein eindringen kann. Unser Unterbewusstsein kenn weder das Wort „nein“ noch Zustände, die in der Zukunft liegen im Sinne von „ich werde“. Unser Unterbewusstsein ist hier und jetzt.

Hängen Sie das Arbeitsblatt an einer sichtbaren Stelle auf. Übertragen Sie jeden der Glaubenssätze auf eine Karteikarte und beginnen Sie mit dem Glaubenssatz, der Ihnen am wichtigsten erscheint. Lesen Sie ihn sich jeden Tag vor, tragen Sie die Karte bei sich, verbinden Sie einen Duft mit dem Glaubenssatz (z.B. ein Parfüm), verbinden Sie einen Popsong damit. Die Popmusik ist voller guter Songs zum Thema Glaubenssätze, wie z.B. „I am what I am!“ Kaufen Sie einen Schlüsselanhänger, der zu Ihrem Glaubenssatz passt, damit Sie etwas zum Fühlen haben. Inhalieren Sie den neuen Glaubenssatz täglich mit allen Sinnen.

Eine Klientin von mir hat sich ihren Glaubenssatz an jeder roten Ampel aufgesagt, eine andere hat in der ganzen Wohnung post-its mit dem neuen Glaubenssatz kleben. Das Entscheidende ist: üben Sie Ihren neuen Glaubenssatz täglich, erfassen Sie ihn täglich mit allen Sinnen, und das mindestens vier Wochen lang. Erst dann können Sie annähernd behaupten, ihn verinnerlicht zu haben und für die Auswahl des ultimativen Stöckelschuhmodells bereit zu sein. Zelebrieren Sie Ihre Glaubenssatzrituale und befreien Sie sich von den alten Hemmschuhen. Es wird Ihnen hoffentlich genauso viel Spaß machen, wie allen anderen Frauen.

Schreiben Sie uns Ihre Rituale, damit möglichst viele Frauen, davon profitieren können. Und bleiben Sie zunächst bei einem Glaubenssatz, die anderen können Sie nach und nach „abarbeiten“. Oft schließen sich Ihre grundlegendsten Glaubenssätze von ganz alleine an.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß damit und freue mich auf Ihre Feedbacks. Beim nächsten Mal stelle ich Ihnen ganz viele Beispiele vor, wie Frauen neue Glaubenssätze gefunden und verinnerlicht haben. Auch werde ich Ihnen noch mehr Informationen zum Unterbewusstsein geben und worauf Sie bei Ihren Kindern achten können. Aber zunächst sollen Sie natürlich die Möglichkeit haben, Ihren eigenen Weg zu gehen, denn der ist immer der Beste.

Ihre Katrin Seifarth

Alle Arbeitsblätter finden Sie hier!

Wenn Sie ausführlicher nachlesen wollen, wie Sie aus Ihren Hemmschuhen in Ihre individuellen Stöckelschuhe kommen, können Sie das Buch für 17,90 € bei Amazon bestellen. 

Bildnachweis: fotolia - stefan_weis

Vita
Katrin Seifarth ist Coach, Beraterin, Moderatorin und Autorin der Erfolgsbücher "Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe" und "Das SIEgER Team". Ihr Ziel: "Ich möchte möglichst vielen Müttern den Weg der Selbstzweifel und der Unzufriedenheit ersparen und den Prozess zu mehr Zufriedenheit massiv beschleunigen."
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