Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe

Willkommen zu Schritt 1 von „Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe“. Wie ist es Ihnen mit der ersten Übung ergangen?

Haben Sie eine schöne Sammlung von „Ich würde jetzt/ja gerne........, aber......!" Betrachten Sie Ihre Sammlung von Sätzen mit Stolz, Ja, Sie haben richtig verstanden: mit Stolz. Denn Sie sind schon einen Schritt weiter als viele andere Frauen. Sie haben Ihre persönlichen ABERs erkannt und sind auf dem besten Weg ihnen an den Kragen zu gehen. Das ist doch ein tolles Gefühl!

Schauen Sie sich noch einmal genau an, was hinter dem Komma, also hinter dem ABER steht. Sind das Ihre eigenen Überzeugungen? Sind es vielleicht anerzogene Überzeugungen? Oder Erwartungen anderer? Erwartungen der Gesellschaft? Oder vielleicht auch nur faule Ausreden, weil es so bequem ist? Schreiben Sie kurz hinter jeden Satz, welcher Art das ABER ist, also z.B. „fremde Erwartung“ oder „anerzogen und überholt“, etc. Sie können die Bewertungskategorien frei bestimmen.

Unsere Reise

Nun parken wir mal das ABER und begeben uns auf eine schöne Reise. Viele Mütter haben nach all den Jahren Rücksichtnahme auf die Familie keine klare Vorstellung mehr von ihren eigenen Wünschen und Träumen. Wenn sie Wünsche und Träume formulieren sollen, formulieren sie diese oft „mit angezogener Handbremse“, d.h. mit allen ABERs im Gepäck.

Daher möchte ich Sie zu folgender Übung einladen, für die Sie ca. 20 Minuten Ruhe und Zeit brauchen. Wenn Sie mögen, lassen Sie eine entspannende Musik laufen und schließen die Augen. Stellen Sie sich vor, mitten vor Ihrem Haus landet ein Raumschiff. Dieses Raumschiff fliegt mit Ihnen auf einen Planeten, auf dem alles möglich ist, auf dem es keine Limitationen und keine ABERs gibt. Es ist sozusagen Ihr Traumplanet, auf dem Sie so sein können wie Sie wollen. Alle Ihre Wünsche werden dort erfüllt. Das Wort ABER existiert hier nicht.

Was wir zurück lassen

Stellen Sie sich sehr genau vor, was Sie alles zurücklassen. Welche Hindernisse für Ihre Wünsche lassen Sie zurück. Welche Personen? Vielleicht auch Ihren Mann und Ihre Kinder? Das ist überhaupt nicht schlimm. Sie reisen ja nicht wirklich. Blenden Sie alles aus, was Ihren Träumen im Weg steht. Es macht nichts, wenn Ihre Träume noch nicht konkret sind, es kann auch nur eine vage Vorstellung davon sein, wie Ihr Leben aussehen soll. Lassen Sie vor allem jetzt ganz bewusst Ihre ABERs zurück. Diese blenden wir jetzt einfach mal aus. Halten Sie kurz inne und notieren Sie auf dem Arbeitsblatt 1, was alles nicht mitkommt auf den Planeten, auf dem alles möglich ist, auf den Planeten, auf dem Sie Ihre persönlichen Träume realisieren können. Unter „Eigenschaften“ können Sie auch Ihre limitierenden Gedanken, also Ihre ganzen ABERs, auflisten.

Was uns erwartet

Setzen Sie nun Ihre Reise fort. Stellen Sie sich vor, das Raumschiff hebt ab. Zählen Sie gedanklich von 10 bis 0 runter, genießen Sie den Flug. Stellen Sie sich jetzt schon vor, was Sie nicht mehr aufhält und malen Sie sich aus, was Sie erwartet.

Dann zählen Sie von 0 bis 10 noch und landen auf dem Planeten, auf dem alles möglich ist, auf dem Sie Ihre Wünsche und langgehegten Träume realisieren können. Hören Sie jetzt nur auf Ihre innere Stimme, auf Ihr Gefühl. Welche Menschen treffen Sie hier? Wie sieht es hier aus? Welches ist Ihr erstes Glücksgefühl? Was tun Sie als erstes? Wonach riecht es hier? Stellen Sie sich den Planeten mit allen Sinnen vor, malen Sie vor ihrem geistigen Auge ein Bild von diesem Planeten. Bleiben Sie unbedingt auf der Gefühlsebene. Ihr Bild muss überhaupt nicht konkret sein. Sie müssen keinen konkreten Beruf haben, sondern vielleicht nur sehen, welche Menschen Sie gerne um sich haben möchten. Sie müssen keine konkrete Vorstellung davon haben, wie Sie Ihren Tag verbringen, sondern nur ein paar Impulse spüren. Das genügt schon. Das Ganze soll Spaß machen, Sie müssen nicht leisten.

Unser Zielbild

Wenn Ihr Bild weitestgehend komplett ist, öffnen Sie die Augen und bringen es zu Papier. Entweder nutzen Sie das Arbeitsblatt 2 dazu. Oder (und das fällt vielen Frauen viel leichter) Sie nehmen ein paar Zeitschriften und/oder Stifte und malen/basteln kleben eine Collage dazu. Wichtig ist, dass Sie Ihre kreative Vorstellung irgendwie einfangen. Das so entstandene Bild ist Ihr Zielbild. Lassen Sie dieses in den nächsten Wochen auf sich wirken und ergänzen Sie es, wo Sie mögen. Aber entfernen Sie nichts von dem Bild. Denn das Bild enthält Ihre spontanen Reaktionen und Vorstellungen, und diese kommen tief aus ihrem Innern und sollten auf keinen Fall wegrationalisiert werden, wenn der Alltag Sie wieder einholt. Genießen Sie Ihr Zielbild, genießen Sie die zurückgelassenen ABERs. In der nächsten Woche erkläre ich Ihnen, warum Sie möglicherweise Ihren Traum noch nicht verwirklicht haben und wie Sie es schaffen können.

Ich freue mich auf Sie und Ihre Ergebnisse. Schildern Sie gerne anderen Leserinnen Ihre Erfahrungen mit dieser Übung, hier können wir sehr viel voneinander lernen.

Ihre Katrin Seifarth

 Alle Arbeitsblätter finden Sie hier!

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Bildnachweis: fotolia - Karin & Uwe Annas

Vita
Katrin Seifarth ist Coach, Beraterin, Moderatorin und Autorin der Erfolgsbücher "Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe" und "Das SIEgER Team". Ihr Ziel: "Ich möchte möglichst vielen Müttern den Weg der Selbstzweifel und der Unzufriedenheit ersparen und den Prozess zu mehr Zufriedenheit massiv beschleunigen."
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