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Familie wird hier sichtbar gemacht.Familienbewusste Personalarbeit ist mehr als das Angebot von Kinderbetreuung und flexiblen Arbeitszeiten. Sie wird unsere Unternehmenskultur nachhaltig prägen“, sagt Oliver Best, Bereichsleiter Personal der DZ-BANK. Wie Unternehmen mit einem individuellen Leistungsportfolio auf eine familienfreundliche Unternehmenskultur hinwirken können, zeigt das LOB-Porträt der deutschen Zentral-Genossenschaftsbank in Frankfurt am Main.

Weihnachten steht vor der Tür. Damit ist es auch für die Mitarbeiterkinder der DZ-BANK soweit. Endlich treffen sie sich zum Basteln von Weihnachtsschmuck – dort, wo Mama und Papa arbeiten. Rund 80 Mädchen und Jungen kommen seit 2008 jedes Jahr an drei Nachmittagen vor dem ersten Advent in den Bankenturm im Frankfurter Westend, und es kämen gerne mehr.

Kein Wunder, denn der Tannenbaumschmuck der Mitarbeiterkinder ist sehr schön. Und die Kinder sind jedes Mal mit großer Begeisterung dabei. Sie kleben Tannenzapfen zusammen, schneiden Vorlagen aus und nähen Sterne. Die Deko-Expertin und Buchautorin Imke Johannson steht ihnen dabei helfend zur Seite und achtet auf sicheres Arbeiten. Es macht Spaß zu sehen, was Kinder alles können. Wenn die eigenen Hände nicht ausreichen, wird gemeinsam gearbeitet. Mit Teamwork kann man schließlich nicht früh genug anfangen.

Zu den Bastelnachmittagen gehören auch das Vorlesen einer Weihnachtsgeschichte und ein Ausflug ins 50. Obergeschoss des Hochhauses. Den Ausblick finden alle toll, und auch der Verkehr von oben mit den vielen kleinen Autos, die sich zwischen den Hochhäusern durchschlängeln, ist für die Kinder faszinierend. Dabei kann es außerdem zu spannenden Begegnungen kommen. „Einmal“, erzählt Christiane Erbacher, HR-Produktmanagerin und zuständig für familienfreundliche Maßnahmen und Gesundheitswesen, „haben wir im 50. OG den Vorstand getroffen. Er kam gerade aus einer Besprechung und hatte eine Reihe namhafter Persönlichkeiten dabei. Das war ein großes Hallo. Die Besucher waren völlig begeistert, dass wir hier so etwas anbieten.“

Die Begegnung der Kinder mit dem Vorstand und seinen Gästen zeigt, dass sich die meisten Menschen von Herzen darüber freuen, wenn Beruf und Familie aufeinandertreffen. „Wir wollten Familie im Unternehmen sichtbar machen und dazu gezielte Maßnahmen finden“, erklärt Christiane Erbacher, warum sie nach langen Überlegungen auf die Idee mit dem Tannenbaumschmuckbasteln kamen. „Zuerst hatten wir überlegt, ein Familienfest anzubieten. Das wäre für die Mitarbeiter und ihre Familien sicher schön gewesen. Aber dadurch würde die Familie im Arbeitsalltag nicht sichtbar werden.“ Mittlerweile gibt es ein ganzes Paket von Aktionen mit derselben Zielsetzung. Neben den vorweihnachtlichen Bastelnachmittagen werden Ferienworkshops und Samstags-Führungen im Rahmen der Angebote „Kunst für KIDS“ angeboten sowie der „Girls´Day“ beziehungsweise „Neue Wege für Jungs“.

Für die Belegschaft wird Familie spätestens ab dem späten Freitagnachmittag vor dem ersten Advent deutlich sichtbar. Dann schmücken die Kinder gemeinsam mit Imke Johannson und den Kolleginnen einen der großen Weihnachtsbäume in der Zentrale mit ihren farbenfrohen, fantasiereichen Kreationen, die bunte Lebensfreude in die elegante Atmosphäre der postmodernen Hochhausarchitektur bringen.