Machen Sie mehr aus Ihrem Geld, indem Sie nicht in eine der typischen "Geld"fallen treten.

Die „Sicherheits-Falle“

Von unseren Großmüttern noch stammt die Idee, Geld auf Sparbüchern anzulegen, aber Sparbücher sind schlechte Ruhekissen für Ihr Geld. Machen Sie schöne Gewinne mit wenig Risiko. Wertvolle Tipps und Empfehlungen etwa zum richtigen Fondssparen finden Sie nicht auf der Straße ... und vertrauen Sie niemals alleine Ihrer Bank!

Die „Bindungs-Falle“

Sie könnten es auch Liquiditätsfalle nennen: Festgeldkonten etwa, bei denen das Geld zwei Jahre festgeschrieben ist. Wer sein Geld früher braucht, muss es sich eventuell durch Überziehung selbst leihen. 10 Euro und mehr kostet dann das eigene Geld. Das Geld in „Steuersparmodellen“ ist übrigens meist für 10 Jahre und länger betoniert. Prüfen Sie vorher, ob Sie wirklich so lange darauf verzichten können.
Achten Sie stattdessen darauf, dass Sie immer an sofort verfügbares Geld kommen. Binden Sie sich nicht mit jedem Euro an Kündigungsfristen von Sparverträgen etc. Sonst müssen Sie eines Tages feststellen, dass es dauert, bis Sie wieder flüssig sind. Informieren Sie sich, wie Sie immer über Geld verfügen können und trotzdem nicht auf Gewinne verzichten müssen.

Die „Lohnt-sich-nicht-Falle“

Schön, wenn Sie 1.000 Euro und mehr monatlich ansparen können. Sie wissen: das gelingt nicht immer. Wenn Sie heute in die Bank gehen und 30 Euro regelmäßig anlegen wollen, wird man Ihnen ein Sparbuch anbieten. Einziger Grund für dieses schlappe Angebot: Der Aufwand ist für Banken zu hoch, die Provisionen für eine bessere „Beratung“ lohnt sich nicht. Akzeptieren Sie das nicht.
Auch mit Mini-Beträgen können Sie ein Vermögen ansammeln. Schon bei einem Betrag ab 30 Euro im Monat sind sie etwa beim Fondssparen dabei. Und wenn Sie einmal aussetzen müssen oder gar nicht mehr zahlen können - kein Problem.

Gelassen bleiben und das Geld einfach mal für sich arbeiten lassen!

Die „Abzocker-Falle“

Haben Sie schon einmal 10.000 Euro oder etwas mehr spontan bekommen? Etwa aus dem Unternehmen, aus einem Erbe oder nach einer Versicherungszahlung. Das Geld bleibt zunächst ungenutzt liegen. Ihre Hausbank wird versuchen, Ihnen Sparbücher oder dergleichen mit weniger als 1,5 Prozent Zinsen anzudrehen, die schon wegen der Teuerungsrate Verluste bringen werden. Heutzutage erhalten Sie aber ab dem ersten Euro bereits 3 Prozent und mehr Zinsen und kommen jederzeit an Ihr Geld. Die Bank wird von sich aus nicht auf Tagesgeldkonten aufmerksam machen. Bankintern sind die Angestellten darauf eingestellt, möglichst wenig zu zahlen.
Bleiben Sie flexibel mit einem Tagesgeldkonto und Sie kassieren trotzdem mehr Zinsen als auf Ihrem Girokonto, denn dort gibt es bis zu 3 Prozent Zinsen ab dem ersten Euro. Wenn Sie wissen wollen, wann sich ein Tagesgeldkonto auf jeden Fall lohnt, testen Sie die Internet-Angebote der einzelnen Banken.

Die „Abhängigkeits-Falle“

Wollen Fondsgesellschaften und Banken mehr Fonds verkaufen, erfinden sie einfach die „breite Streuung“. Je mehr Regionen oder Themen beispielsweise Ihr Fonds abdeckt, desto sicherer. Das ist nicht ganz richtig. Wer in Regionen investiert, die für ihn oder sie unbekannt sind, kann überhaupt keine Beziehung zu der dortigen Wirtschaft haben. Folge: Das breite „Streuen“ kostet nicht nur immense Gebühren, sondern zudem die Unabhängigkeit gegenüber den Banken. Denn: Die werden auch in Abwärtsphasen nicht zum Verkauf raten, wie viele Investoren in den vergangenen Jahren am eigenen Portemonnaie erfahren haben.

Die „Kredit-Falle“

Verzicht auf Sondertilgung kostet Sie viele Euros. Stellen Sie sich vor: Sie erben 100.000 Euro. Was tun? Die schlechteste Geldanlage ist der nicht abbezahlte Kredit. Läuft ein Kredit über 100.000 Euro deshalb 10 Jahre zu lange, kostet Sie dies schnell 4.000 Euro nach 10 Jahren. Die Bank verdient an Krediten mehr, als sie bei Geldanlage für Sie oder sich selbst rausholt. Deshalb kostet die „Sondertilgung“ immer gleich eine Abschreckungsgebühr. Trotzdem: Der Kredit muss schnellstmöglich abgelöst werden.
Lassen Sie sich von Ihrer Bank oder der Bausparkasse keine Fesseln anlegen. Wenn Sie für eine Ferienwohnung, einen Zweitwohnsitz oder das Cabrio einen Kredit aufnehmen, denken Sie daran, Sondertilgungen zu vereinbaren. Sollten Sie Geld übrig haben (etwa durch Erbschaft), können Sie auf diese Weise schneller Ihren Kredit zurückzahlen.

Die „Überversicherungs-Falle"

Ein prall gefülltes Schmuckkästchen, teure Uhren, viele Schuhe und ein antiker Sekretär von der Urgroßtante - das alles will versichert sein. Haben Sie Ihre Werte richtig abgesichert, zum Beispiel gegen Diebstahl oder Feuer? Oder haben Sie so viele Versicherungspolicen, dass Sie gar nicht mehr durchsteigen?

Die „Sammler-Falle“

Sind auch Sie eine leidenschaftliche Sammlerin und haben kleine Kostbarkeiten, die es wert sind, versichert zu werden? Oft ist es zu schwierig, die Sammlungen zu Hause richtig zu bewerten. Wer weiß schon, was etwa ein Teppich wert ist oder vielleicht eine handgefertigte Vase? Dann wird Ihre Versicherung - welche auch immer - versuchen, Ihnen Standardverträge anzubieten. Sie können fast sicher sein: die sind es nicht wert, dass Sie sich darauf einlassen.

Fazit:

Bevor Sie mit Ihrem Bankangestellten oder Versicherungsvertreter flirten – lassen Sie sich unabhängig beraten – am besten von Ihrer Finanzberaterin. Denn: Frauen können besser mit Geld umgehen, investieren vorsichtiger als Männer und erzielen im Durchschnitt die besseren Renditen.