Werdende Eltern informieren sich gerne. Wer jedem Rat folgt, sieht sich schnell mit einer Erstausstattung konfrontiert, die mehr als nur ein Kinderzimmer füllt.

Finanzierung der Erstausstattung

Eltern in Elternzeit haben es häufig schwer, einen Kredit zu erhalten. In vielen Fällen wissen die Paare noch nicht, wie sich die Einkommenssituation nach der Elternzeit gestalten wird – für Kreditinstitute ein K.O.-Kriterium. Die neue EU-Richtlinie zur Immobilienkreditvergabe erschwert es werdenden Eltern aber auch Senioren, ein Eigenheim zu finanzieren. Doch nicht nur in Sachen Immobilienkredit haben junge Familien das Nachsehen. Selbst die die Aufnahme von Kleinstbeträgen wird nur ungern von Banken unterstützt. Die Marge ist den meisten zu gering. Was bleibt, ist eine Alternative, die lange Zeit verpönt war: der Privatkredit. Heute können auf speziellen Plattformen Kreditprojekte beworben werden. Wie die Kreditvergabe auf solchen Plattformen funktioniert, ist denkbar einfach:

  • Der Kreditsuchende beschreibt, wofür er oder sie das Geld benötigt. Auch Einkommensnachweise, ggf. Kontoauszüge und etwaige Sicherheiten müssen eingestellt werden.
  • Der private Kreditgeber prüft Projekt und Score und entscheidet sich dann, wie viel er oder sie verleihen möchte.
  • Ist der gewünschte Kreditbetrag zusammengetragen, bekommt der Kreditsuchende zu den jeweils vereinbarten Konditionen das Geld.

Diese organisierte Form des Privatkredits kann helfen, um die Ausgaben für die Erstausstattung zu decken. Aber es muss nicht alles auf einmal und neu gekauft werden. Vieles kann Second Hand erstanden oder auch erst später angeschafft werden.

Beistellbett versus Kinderzimmer

Es ist in vielerlei Hinsicht eine Glaubensfrage: Soll der Nachwuchs im Beistellbettchen im Schlafzimmer der Eltern nächtigen oder im eigenen Zimmer schlafen? Ein „richtig“ oder „falsch“ kann es dazu nicht geben, denn letztlich müssen die Eltern selbst entscheiden, was sie vertreten können.  

Kinderzimmer Erstausstattung

Für ein Beistellbett spricht: Gerade für stillende Mütter empfiehlt sich das Beistellbettchen, denn so muss in der Nacht keiner das Zimmer wechseln. Ein Beistellbettchen ist die günstigere Investition – ein komplettes Zimmer ist viel kostenintensiver.

Dageben: Der Gewöhnungseffekt ist hoch. So wird es umso schwieriger, den Nachwuchs später ins eigene Zimmer umzusiedeln.

Für das eigene Kinderzimmer spricht: Wer den Nachwuchs bereits früh ans eigene Zimmer gewöhnt, wird schneller das Elternschlafzimmer wieder für sich haben. Die Anschaffung eines Kinderzimmers ist einmalig und hält mindestens drei Jahre. Wer das Bett so wählt, dass es zum Junior-Bett umfunktioniert werden kann, der hat bis ins Grundschulalter keine größeren Investitionen mehr.

Nachteile: Die Meinungen zum plötzlichen Kindstod gehen stark auseinander. Viele argumentieren, es sei gefährlich, das Kind ins „Einzelzimmer zu verbannen". Zahlreiche Informationen dazu finden sich unter unter gesundheit.de

Neuware versus Second Hand

Auch an dieser Stelle scheiden sich die elterlichen Geister. Während die einen möglichst alles neu kaufen möchten, wühlen sich diejenigen, die auf's Geld achten möchten oder müssen, häufiger durch Kinderbasare. Fakt ist: Das Einsparpotential von Second Hand Babyausstattung ist enorm. Um gute gebrauchte Sachen zu erwerben, sollten Eltern aber folgendes berücksichtigen:Babykleidung Second Hand

Der Autokindersitz (bzw. die Babyschale bei Neugeborenen) muss den zugelassenen Normen entsprechen. Worauf es grundsätzlich bei der Wahl ankommt, zeigt der Ratgeber baby-und-familie.de . Außerdem sollte sicher sein, dass der Sitz noch nie einen Unfall erlebt hat. Jeder noch so kleine Haarriss kann die Sicherheit des Kindes gefährden.

Einen Kinderwagen gebraucht zu kaufen, hat einiges an Sparpotential, denn gute Wagen sind teuer. Beim Kauf gebrauchter Artikel sollte eine Grundreinigung erfolgen. Idealerweise wird die Matratze für die Babyschale aus hygienischen Gründen neu gekauft. Reifen und Bremsen sollten in Schuss sein.

Wer Kleidung gebraucht erwirbt, muss diese natürlich auch im Vorfeld waschen – am besten mit einem möglichst parfümfreien Waschmittel. Mythen, die besagen, dass Babykleidung mindestens drei- bis viermal gewaschen werden muss, konnten wissenschaftlich nicht bestätigt werden. Weitere Waschtipps gibt’s von der Mütterberatung.

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