Babysprache

Ein Baby verändert alles. Wenn Paare Eltern werden, beginnt nicht nur ein neuer Lebensabschnitt, sondern auch eine Zeit der Wünsche, Ängste und Hoffnungen.

Bereits ab dem ersten Tag der Schwangerschaft sind die werdenden Eltern mit der Frage konfrontiert, wie sie die neuen Aufgaben meistern können. Denn die Entwicklung von einer Paarbeziehung hin zu einer Familie ist nicht nur ein schönes, sondern auch ein verunsicherndes Erlebnis. Auch die Frage der Kommunikation mit dem Baby, ein Mensch, der noch nicht sprechen kann, stellt für viele eine Herausforderung dar.

Bereits während der Schwangerschaft entwickeln sich erste Vorstellungen über den Familienzuwachs. Auf der Basis eigener Erfahrungen und Wünsche entsteht ein so genanntes „imaginäres Baby“, das den Fantasien der Elternteile entspricht. Das imaginäre Baby hilft einem Paar, sich auf die zukünftige Elternrolle vorzubereiten und sich seine eigenen Vorstellungen bewusst zu machen. Denn je größer das Bewusstsein für die eigenen Fantasien und Wünsche ist, desto geringer ist die Gefahr, dass Kind später in eine bestimmte Richtung verbiegen zu wollen.

Mit der Geburt des Babys wird das imaginäre Kind von einem „echten“ abgelöst. Dieser Prozess ist zwingend notwendig, um sich voll und ganz auf das reale Baby mit all seinen Bedürfnissen und Eigenschaften fokussieren zu können. Nur so erhalten Eltern die Möglichkeit, dieses wirklich kennenzulernen und zu akzeptieren. Auch für das Kind selbst ist es wichtig zu spüren, dass es so angenommen wird, wie es ist – versuchen Eltern, die eigenen Träume durch das Kind auszuleben, kommt es zu einer Manipulation, bei der der Nachwuchs nach den Wünschen der Eltern geformt werden soll. Dennoch sollten Eltern sich nicht unter Druck setzen. Es geht nicht um Perfektion in der Erziehung, sondern um eine gesunde Mischung, bei der es normal ist, ab und zu Fehler zu machen.

Ein Baby stellt immer auch eine Herausforderung für die Liebe dar. Das Leben zu dritt ist unbekannt und verändert die Beziehung zwischen den Eltern. Eine gute Paarbeziehung ist daher die Basis jeder. Paare sollten sich immer bewusstmachen, was ihre Beziehung ausmacht und wie dies erhalten werden kann. Das beeinflusst auch das Leben mit dem Baby positiv.

Der Alltag selbst kann ebenfalls sehr herausfordernd sein. Wie soll man sein Kind und dessen Bedürfnisse verstehen, wenn es sich nicht sprachlich mitteilen kann? Säuglinge nutzen nonverbale Signale, für die Eltern eine neue Sensibilität entwickeln müssen. Dabei reicht es oft, sein Baby genau zu beobachten und seiner Intuition zu vertrauen: Über Körperspannung, Kopf- und Mund- aber auch Augenbewegungen machen Kinder von Geburt an auf ihre Bedürfnisse aufmerksam. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und Übung können Eltern die Körpersprache und damit die Wünsche ihres Babys verstehen lernen. 

Sie wollen mehr wissen, dann lesen Sie diesen Ratgeber über "Babysprache – Kommunikation zwischen Eltern und Baby"

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