Kinder Schwimmen

Die meisten Kinder lieben das Wasser. Wir haben Tipps für Sport- und Freizeitaktivitäten im Wasser gesammelt.

Fortbewegung im nassen Element: Schwimmen 



Schwimmkurse gibt es bereits für Babys. Säuglinge verfügen von Natur aus über die Fähigkeit zu schwimmen, allerdings geht diese im Lauf der ersten Lebensmonate verloren und muss später wieder erlernt werden. Schwimmen ist ein effektives Ganzkörpertraining, das nicht nur die Muskulatur kräftigt, sondern auch das Herz-Kreislauf-System stärkt. Außerdem zählt Schwimmen durch den Auftrieb im Wasser zu den gelenkschonenden Sportarten. 



Kopf unter: Tauchen 



Die meisten Kinder, die sich für Wasser begeistern können, haben den Kopf bereits von sich aus die meiste Zeit unter der Oberfläche. Aber vom kurzen Abtauchen auf zwei Meter Tiefe oder dem Sich-treiben-lassen mit Taucherbrille und Schnorchel bis zum professionellen Tauchen ist es noch ein weiter Weg. Ab acht Jahren können Kinder mit dieser Sportart beginnen, wenn die Organe vollständig entwickelt sind und dem Wasserdruck standhalten können. Eine ärztliche Abklärung der Tauchfähigkeit ist aber auf jeden Fall empfehlenswert. 
Getaucht wird niemals alleine, sondern immer in der Gruppe. So lernt das Kind, Rücksicht auf und Verantwortung für andere zu übernehmen. 



vom Wind tragen lassen: Segeln 



Für Kinder ab sieben Jahren gibt es spezielle Boote, um das Segeln zu erlernen. Die sogenannten Kinderjollen sind zwei bis drei Meter lang und so konstruiert, dass sie im Fall des Kenterns mit Auftrieb reagieren. Kinder können so nicht nur die Grundlagen des Segelns kennen lernen, sondern auch das einzigartige Gefühl erleben, wenn der Wind das Boot über die Wellen trägt. Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Boot ist hier genauso ein zentraler Punkt wie die Entwicklung nötiger motorischer Fertigkeiten. 



Ran an die Welle: Surfen 



Auch bei Surfboards gibt es eigene Modelle mit und ohne Segel für Kinder ab dem Vorschulalter. Voraussetzung dafür ist, dass das Kind Board und Segel selbstständig in das und aus dem Wasser befördern kann. Surfen trainiert Motorik und Gleichgewicht, parallel dazu lernt das Kind auch sich selbst und die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Vor allem zu Beginn sollte dennoch nur unter Aufsicht eines Bademeisters gesurft werden. 




Einer für alle: Wasserball 



Kinder ab sieben Jahren können Ballsportarten im Wasser ausüben. Hier werden neben körperlichen Fähigkeiten auch Teamgeist und Zusammengehörigkeitsgefühl trainiert. Persönlichkeitsbildung funktioniert dabei in beide Richtungen: Das Kind sieht sowohl sich selbst als auch alle anderen als wertvollen Bestandteil einer Gruppe. Egoismus, Neid und unfaires Verhalten haben auf dem nassen Spielfeld nichts verloren. 



Wasser ist Spaß – und Gefahr 



Da bei Wassersportarten Unfälle bei weitem nicht auszuschließen sind, müssen Kinder von Anfang an auf Risiken und Gefahren hingewiesen werden. Ein bedachter Umgang mit dem nassen Element gehört genauso dazu wie die Freude an der Bewegung darin. Egal um welche Sportart es sich handelt, Spaß und Respekt sollten immer Hand in Hand gehen.

Der kostenlose Ratgeber von Samantha Schenk und Cynthia Sassenroth bietet nützliche Expertentipps für Eltern, die ihre Kinder für den Wassersport begeistern möchten.