barrierefrei Reisen

Trotz pflegebedingter Herausforderung einen entspannten Urlaub erleben. Die Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“ entkompliziert solche Pläne.

Barrierefreie Unterkünfte und Aktivitäten

Für ihre Initiative im barrierefreien Tourismus wurde die Arbeitsgemeinschaft vom Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages mit dem ersten Ehrenpreis ausgezeichnet. „Mit dem neuen Preis rücken wir den barrierefreien Tourismus noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Gute Ansätze für barrierefreies Reisen sollen bundesweit Schule machen. Die acht Urlaubsorte der Arbeitsgemeinschaft sind tolle Vorbilder für andere Regionen und Städte in Deutschland. Sie zeigen wie Tourismus für alle möglich wird“, kommentiert Gabriele Hiller-Ohm, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, die die Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“ als Preisträger vorgeschlagen hatte, laut einer Pressemitteilung der AG.

Diese ist ein Verbund aus Städten und Tourismusregionen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, barrierefreie Urlaube möglich zu machen. Dazu gehören die Städte Erfurt und Magdeburg sowie die Regionen Ostfriesland, Eifel, Sächsische Schweiz und das Fränkische, Lausitzer und Ruppiner Seenland. Auf der Website der AG finden sich für jede Region und Stadt Infos über barrierefreie Unterkünfte und mögliche Aktivitäten, wie etwa eine für Rollstuhlfahrer geeignete Schifffahrt oder Stadtführung oder einen Kletterpark, der für Blinde, Gehörlose und Gäste mit Lernschwierigkeiten geeignet ist.

AG prüft Bewerber vor Ort

Die Mitglieder tauschen Erfahrungen aus und inspirieren sich so gegenseitig. Teil der AG dürfen Städte mit mindestens 300.000 Übernachtungen pro Jahr und Tourismusregion mit mindestens 500.000 Übernachtungen pro Jahr werden. Barrierefreier Tourismus muss im Leitbild beziehungsweise der Entwicklungskonzeption sowie im Marketingplan der Stadt oder Region fest verankert sein und es sollte eine lokale AG zu diesem Thema geben. Wie gut Bewerber die Anforderungen erfüllen, prüfen zwei Vertreter der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“ vor Ort.

Fehlt nur noch eines: Wie kommt man barrierefrei hin und zurück? Dafür hat die AG eine Kooperation mit der Deutschen Bahn gestartet. Mithilfe eines Kontaktformulars kann die An- und Abreise mit möglicher Ein-, Um- und Ausstiegshilfe, die Anschlussmobilität am Urlaubsort und die Übernachtung entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse der Mitreisenden beantragt werden. Falls es mal ein anderes Reiseziel als Deutschland sein soll, gibt es ein vergleichbares Angebot für Österreich für die Regionen und Städte Innsbruck, Kufstein, Kitzbühl, Kaunertal und Ellmau von „Barrierefrei Austria“, die ebenfalls mit der Deutschen Bahn kooperieren.