Die Grundvoraussetzung für einen ausreichenden Versicherungsschutz ist die umfassende Beratung durch einen kompetenten Berater.

Frauen benötigen keine anderen Produkte als Männer, aber Frauen möchten anders beraten werden. Nicht umsonst gibt es immer mehr Finanz- und Versicherungsberater und Beraterinnen, die sich auf Frauen spezialisiert haben. Aber wie findet frau die richtige Beratung? Was unterscheidet den Ausschließlichkeitsvermittler/ Versicherungsvertreter vom Versicherungsmakler und dem Mehrfachagent.

Ausschließlichkeitsvermittler

Die meisten Versicherungsverkäufer in Deutschland sind Ausschließlichkeitsvermittler beziehungsweise Versicherungsvertreter. Sie arbeiten ausschließlich für eine Versicherungsgesellschaft. Für den Kunden bedeutet dies, dass der Vertreter nur auf die Produkte dieses einen Unternehmens zugreifen kann. Dem Kunden eine auf seine Bedürfnisse maßgeschneiderte Versicherung zu verkaufen, ist schwierig.

Versicherungsmakler

Ganz anders sieht das beim Versicherungsmakler aus. Er oder sie ist keiner Versicherungsgesellschaft verpflichtet und hat die Möglichkeit, Produkte verschiedener Versicherungen zu vermitteln. Die Vorteile eines Versicherungsmaklers gegenüber dem Versicherungsvertreter liegen auf der Hand. Der Makler kann aus einer Vielzahl von Produkten auswählen und eine für den Kunden passende Lösung finden. Oftmals entscheidet dann nur noch der Preis. Aber Achtung! Auch ein Versicherungsmakler handelt nicht uneigennützig. Denn auch ein Versicherungsmakler erhält bei Vertragsabschluss eine Provision von der entsprechenden Versicherungsgesellschaft. Es ist daher nicht immer nachvollziehbar, ob wirklich nur im Interesse des Kunden gehandelt wird. Ein Versicherungsmakler, der an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert ist, wird aber sicherlich auch großen Wert auf eine gute Zusammenarbeit legen.

Dennoch ein Tipp:

Lassen Sie sich immer drei verschiedene Angebote vorlegen und entscheiden Sie dann selbst.

Mehrfachagent

Last but not least gibt es den Mehrfachagenten. Bei ihm handelt es sich um eine Mischform aus Ausschließlichkeitsvermittler/ Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler. Er arbeitet für mehrere Versicherungsgesellschaften. Als solcher ist er nicht ausschließlich einer Gesellschaft verpflichtet, verfügt aber auch nicht auf die Palette von Versicherungsprodukten eines Makler.

Positiv für den Kunden: seit Mai 2007 gelten für alle die EU-Vermittlerrichtlinie. Seither müssen alle Versicherungsvermittler sowie Versicherungsberater über eine Berufserlaubnis verfügen, welche sie nur erhalten, wenn sie ausschließlich selbständig tätig sind, wenn sie zuverlässig erscheinen und vor der IHK ihre Sachkunde und das Bestehen einer Haftpflichtversicherung nachgewiesen haben. Dann erfolgt die Registrierung in einem zentralen Register, das beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag elektronisch geführt wird. Zusätzlich haben die Versicherungsvermittler gegenüber ihren Kunden eine besondere Informations-, Beratungs- und Dokumentationspflicht.

Checkliste:

Worauf Sie achten sollten!

Kompetenz des Beraters:

Kann der Berater all Ihre Fragen, ohne zu zögern, beantworten? Kennt er sich bei Fragen zu Vertragsbedingungen oder zu steuerlichen Aspekten gut aus?

Umfassende Analyse der Situation:

Hat der Berater sich mit Ihren bestehenden Versicherungen, Ihrer persönlichen Lebenssituation und -planung und Ihren Wünschen auseinander gesetzt. Hat er mit Ihnen eine Vorsorgestrategie erarbeitet?

Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit:

Fühlen Sie sich gut informiert? Konnten Sie seinen Ausführungen folgen oder hat er Sie mit Fachbegriffen verwirrt? Fachbegriffe sind kein Zeichen für Kompetenz!

Bedarfsorientierung und Passgenauigkeit des Produktes:

Entspricht das ausgewählte Produkt Ihren Anforderungen?

Bildnachweis: fotolia - Jeanette Dietl

Vita
Frauen benötigen keine anderen Finanzprodukte als Männer. Sie wollen nur anders beraten werden. Immer mehr Frauen nehmen ihre Finanzen in die eigenen Hände. Die Ehe ist schon lange keine Altervorsorge mehr. Die gesetzliche Absicherung ist eher dürftig und die Senorinnen von morgen, möchten auch im Alter nicht auf ihren Standard verzichten. Aber Frauen wollen anders beraten werden als Männer. Während ein Mann schon mal nach einen riskanten Finanzprodukt greift, wollen Frauen ausführlich Informationen.
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