Für das Alter vorsorgen

Sorgenfrei in Rente gehen: Besonders für Alleinstehende mit geringerem Einkommen ist es wichtig, sich rechtzeitig um eine zusätzliche Altersversorgung zu kümmern.

Ein Kind allein großzuziehen ist nicht nur eine große Verantwortung, sondern kostet auch viel Zeit und Nerven. Vor allem, wenn das Elternteil nach der Babypause wieder berufstätig ist, bleibt kaum noch Luft, um eine gute Altersvorsorge zu planen. Doch sollte ihr unbedingt Zeit gewidmet werden. Je mehr im Arbeitsleben dafür getan wird, desto größer ist die Chance, im Ruhestand nicht unter Altersarmut zu leiden – denn die ist beispielsweise unter alleinstehenden Frauen besonders hoch. Die Gründe liegen auf der Hand: Lange Erziehungszeiten und Teilzeit schmälern das Einkommen.

„Abgesehen von privaten Rentenversicherungen ist die Riester-Rente ein bewährter Klassiker, der sich besonders für Alleinerziehende anbietet, da es hohe Zulagen vom Staat gibt“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. Förderberechtigt sind diejenigen, die einer rentenversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen oder sich in der Erziehungszeit befinden und vom gesetzlichen Rentenversicherungsträger die Anerkennung der Kindererziehungszeiten erhalten. Die Höhe der Kinderzulage beträgt 300 Euro oder, wenn das Kind vor 2008 geboren ist, 185 Euro. Der Zuschuss fließt solange wie auch Anspruch auf Kindergeld besteht.

Außerdem hat jeder Arbeitnehmer seit 2002 einen gesetzlichen Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung (bAV). Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Finanziert der Arbeitgeber diese allein, zahlt der Arbeitnehmer durch Entgeltumwandlung einen Teil seines Bruttolohns ein. Alternativ können beide sich die Beiträge auch teilen. Wichtig für Geringverdiener: Seit 2018 wird die Betriebsrente nicht mehr komplett auf die Grundsicherung im Alter angerechnet. Sie dürfen dann mindestens 100 Euro, höchstens bis zu 208 Euro im Monat aus einer zusätzlichen Altersversorgung behalten. Auch wenn es noch ganz weit weg erscheint, macht es also für Alleinerziehende mit geringerem Einkommen Sinn, eine private Altersvorsorge abzuschließen – nachdem sie sich gut informiert haben.