Kosten stationärer Pflege

Eine wichtige Frage vor einem Heimeinzug ist, wie teuer die stationäre Pflege wird. Der wichtigste Faktor für die Höhe des Heimentgeltes ist die Pflegestufe.

Da mit einer höheren Pflegestufe das Altenheim auch von einem höheren Pflegeaufwand ausgehen muss, erhöhen sich die Heimkosten mit der Pflegestufe. Die Kosten für stationäre Pflege setzen sich aus drei Elementen zusammen:

1. dem Pflegesatz,
2. den Kosten für Unterkunft und Verpflegung und
3. den Investitionskosten, die der Heimträger für die Bereithaltung der Pflegeeinrichtung aufzuwenden hat.

Darüber hinaus sind zusätzliche Kosten für zum Beispiel ein Einzelzimmer oder zusätzlich gewünschte Komfortleistungen zu berücksichtigen. Die Pflegekasse zahlt einen pauschalen Betrag direkt an das Pflegeheim. Die Höhe der Leistung ist abhängig von der Pflegestufe des Bewohners. Dieser Betrag deckt die Kosten für den Pflegesatz, der sich aus dem geleisteten Pflegeaufwand, der medizinischen Behandlungspflege und der sozialen Betreuung zusammensetzt.

Ein wichtiger Punkt in dieser Rechnung ist natürlich der Eigenanteil, also der Teil der Pflegeheimkosten, den der Bewohner selbst zu tragen hat. Dieser setzt sich zusammen aus den Kosten für Unterkunft (Zimmermiete) und Verpflegung sowie aus den Investitionskosten. Diese Kosten können von Einrichtung zu Einrichtung stark variieren, hier spielen zum Beispiel Lage und Ausstattung des Seniorenheimes eine Rolle. Kann der Bewohner den Eigenanteil nicht selbst leisten, wird geprüft, ob die engsten Verwandten für die Kosten aufkommen können. Ist auch dies nicht möglich, übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen das Sozialamt die Kosten. Die Investitionskosten („Pflegewohngeld“) können möglicherweise beim zuständigen Kreis beantragt werden.

Höhe der Leistungen der Pflegekasse pro Monat:

 Pflegestufe I  1023 Euro
 Pflegestufe II  1279 Euro
 Pflegestufe III  1550 Euro
 Pflegestufe III+  1918 Euro

Fallbeispiele siehe www.pflegering.de

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