Laut Mutterschutzgesetz stehen einer stillenden Mutter am Arbeitsplatz Stillpausen zu. 

Auf Verlagen muss ihr die zum Stillen erforderliche Zeit, mindestens aber zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal täglich eine Stunde, freigegeben werden. Das gilt auch für Teilzeitkräfte. Überschreitet ihre zusammenhängende Arbeitszeit mehr als acht Stunden sollte ihr auf Verlangen zweimal eine Stillzeit von mindestens fünfundvierzig Minuten oder, wenn in der Nähe der Arbeitsstätte keine Stillgelegenheit vorhanden ist, einmal eine Stillzeit von mindestens neunzig Minuten gewährt werden. Wie Sie sich die Stillzeit einteilen, bleibt Ihnen überlassen. Sie sollten sich aber auf jeden Fall mit ihrem oder ihrer Vorgesetzten abstimmen und auch Ihre Kollegen informieren.

Desweiteren gilt: Stillpausen werden als Arbeitszeit gerechnet und müssen nicht vor- oder nachgearbeitet werden.

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Vita
Da arbeitsrechtliche Probleme Arbeitnehmer meist auch emotional belasten, geht Fachanwältin für Arbeitsrecht Sandra Flämig berufliche Konflikte interdisziplinär an. Ziel in solchen Rechtsfällen ist es, Probleme auf rechtlicher und persönlicher Ebene zu lösen.
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