Joachim E. Lask

In der Familie erworbene Kompetenzen sind auch im Job hilfreich. "Gute Eltern sind bessere Mitarbeiter" beschreibt welche das sind und wie Ihr Arbeitgeber davon profitiert. 

Den Autoren Joachim E. Lask und Ralph Kriechbaum ist es ein Anliegen elterliches Handeln sprachfähig zu machen. Eltern lernen im Kompetenzcenter "Familie" so viel mehr als Windeln wechseln und Babybrei kochen: Konfliktbewältigung, Krisenkommunikation, Führung, Changemanagement, Zeitmanagement, usw. In „Gute Eltern sind bessere Mitarbeiter“ beschreiben die Autoren wie und welche Kompetenzen Eltern in ihrem Kompetenzcenter Familie  erlernen und wie die erworbenen Kompetenzen auch im Arbeitsbereich gezielt einsetzen werden können. 

Im letzten Kapitel geben Sie einen Leitfaden, um diese erworbenen oder weiterentwickelten Kompetenzen benennen zu können. Die Ziele dieses Leitfadens sind, dass

  • Eltern ihre am Bildungsort Familie gelernten Kompetenzen in einer berufsbezogenen Sprache präzise formulieren können.
  • Eltern diese Kompetenzen mit einigen praktischen Alltagsbeispielen unterlegen können.
  • Eltern ihre Kompetenzen konkret dem Arbeitgeber anbieten bzw. gezielt im Arbeitsprozess anwenden.

In Ergänzung bietet das WorkFamily-Institut ein kostenfreies Webinar „KompetenzExpert – Was ist informelles Lernen?“ an (www.kompetenzexpert.de). Dieses Webinar vertieft und erweitert den  Leitfaden unter anderem mit einer Anleitung für die Argumentationsstrategie im Zielentwicklungsgespräch.

Der Leitfaden führt Eltern durch drei Schritte:

  1. Screening: Identifizieren der in der Familie (weiter-)entwickelten Kompetenzen
  2. Selbstbeobachtung: Erstellen konkreter Praxisbeispiele zu der ausgewählten Kompetenz
  3. Mehrwertanalyse: Darstellung des Mehrwertes für die Eltern und den Arbeitgeber.

(1) Für das Screening werden 42 Fähigkeiten beschrieben, die Eltern im Kompetenzcenter Familie entwickeln können. Diese werden Buch vor allem in Kapitel 3 genauer definiert auch mit jeweils verhaltensnahen Definitionen.

(2) Selbstbeobachtung der Eltern bzgl. ihrer ausgewählten Kompetenz führt zu praxisnahen Praxisbeispielen aus dem Familienalltag. Dies ist insofern herausfordernd, da Eltern diese Kompetenzen bis zu diesem Zeitpunkt eher unbewusst einsetzen. Das konkrete Benennen der Praxisbeispiele ist jedoch – so die Autoren – der Schlüssel, um diese Kompetenzen dann im Schritt 3 auch der Führungskraft darstellen zu können. Hierbei hilft die in Schritt 1 formulierte Definition der Kompetenz mit den jeweils verhaltensnahen Beschreibungen.

(3) Im 3. Schritt überlegen Eltern, welchen Mehrwert die entwickelte Kompetenz sowohl innerhalb der Familie als auch für den Arbeitsplatz darstellt. Ggf. muss die ausgewählte Kompetenz nun aus der Perspektive der Arbeitswelt neu benannt werden. Beispielsweise kann die Kompetenz „Aushalten emotional schwieriger Situationen“ aus der Arbeitsperspektive „Emotionsregulation“ benannt werden.

Im Buch werden anhand eines Beispiels „logische Konsequenzen“ die drei Schritte illustriert: Zunächst werden logische Konsequenzen mit „sofort konsequent, zeitnah, durchführbar, begrenzen für eine kurze Zeit“ und „Konsequenzfelder: Wiedergutmachung, Ausschluss aus der Situation, Wegnahme von Annehmlichkeiten, Entzug von Privilegien, Einengung des Handlungsspielraums“ definiert. Dann folgt eine Selbstbeobachtung aus einer Situation „Einkauf im Discounter“ in dem das Elternteil berichtet, wie es mit den Kindern Vereinbarungen incl. Konsequenzen trifft. Im Beispiel berichtet das Elternteil wie es konsequent auf das Verhalten der Kinder reagiert. In der Mehrwertanalyse benennt das Elternteil seine Vorteile, etwa „Ich spreche Missstände bei Kollegen und Vorgesetzten an und suche einerseits nach Lösungen und bedenke andererseits auch die Folgen, falls die Lösung nicht gelingt.“ Den Mehrwert für den Vorgesetzten: Er bekommt meine Veränderungsideen präsentiert und profitiert von der Motivation, von den Lösungen, die tatsächlich umgesetzt werden. Mein Vorgesetzter kann sich auf mich verlassen. Es herrscht Besonnenheit in Konfliktsituationen.“ Am Arbeitsplatz (und natürlich auch in der Familie) steht diese Kompetenz im Zusammenhang mit Konfliktlösung, Verhandlungsgeschick, Konsequenz und Emotionsregulation.

„Meiner Meinung nach ist es eines der solidesten und mutigsten Werke, die ich jemals zum Thema Führung gelesen habe.“, schreibt Jesper Juul in seinem Geleitwort. 

Gute Eltern sind bessere MitarbeiterGute Eltern sind bessere Mitarbeiter von Joachim E. Lask und Ralph Kriechbaum
Springer Verlag, 2017
ISBN: 3642348084
24,99 Euro

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