Taschengeld Kinder

Wie kann ein gesunder und angemessener Umgang gefördert werden? Wir blicken dafür auf fünf wichtige Tipps.

Über Geld sprechen Geld wird in bestimmten Bereichen unserer Gesellschaft noch immer tabuisiert. Tatsächlich ist es nicht notwendig, das Thema zum bestimmenden Thema des Alltags zu machen. Doch gerade in Familien, die finanzielle Übereinkünfte schweigend treffen, bekommen die Kinder nicht mit, wie groß die Bedeutung dieses Aspekts doch ist. Dabei bietet sich im Alltag bei jeder Kaufhandlung die Möglichkeit, auf den Faktor Geld hinzuweisen, der diese überhaupt erst möglich macht. Durch die kleinen und großen Summen, die dabei aufgerufen werden, entwickelt sich schnell eine erste Fähigkeit zur Einschätzung auf Seiten des Kindes. Es kann demnach mehr als förderlich sein, hin und wieder auf die Thematik zu verweisen.

Eigenverantwortung des Kindes fördern 


Spätestens im Grundschulalter ist es dann möglich, die Eigenverantwortung des Kindes zu fördern. Ein Girokonto bietet die Möglichkeit, zum ersten Mal die Verantwortung für kleinere Beträge zu übernehmen. Da sich nun die Zeitspannen erhöhen, in denen sich das Kind außer Haus befindet, ist es besonders wichtig, stets Zugang zu kleinen Reserven zu haben. Da auch viele passende Girokonten kostenlos angeboten werden, wie zum Beispiel auf kreditkarte-kostenlos.de vorgestellt, handelt es sich um einen durchaus sinnvollen Schritt für die weitere Entwicklung des Kindes.



Auch der Überblick über die aktuelle Bilanz kann derweil an das Kind übergeben werden. Mit den ersten Kontoauszügen lernt es, die Auswirkungen großer Käufe und den Nutzen des Sparens besser einzuschätzen. Werden diese Erfahrungen bereits mit kleinen Beträgen gemacht, so ist es später auch bei größeren Summen möglich, einen kühlen Kopf zu bewahren und diese in einer geeigneten Art und Weise zu verwalten. Weitere Informationen finden Sie unter sparkasse.de.

Lernen durch Taschengeld 


Die eigentliche wirtschaftliche Grundlage des Kindes stellt natürlich das Taschengeld dar. Experten empfehlen, dieses zumindest ab dem Beginn der Grundschulzeit auf wöchentlicher Basis zu zahlen. Dadurch lernt das Kind, mit einer festen finanziellen Grundlage pro Woche zu planen. Dass es sich dabei zu Beginn um sehr kleine Beträge handelt, die gerade einmal ausreichen, um den Wunsch nach ein paar Süßigkeiten zu erfüllen, spielt zu Beginn überhaupt keine Rolle. Die folgende Staffelung wird immer wieder angeführt, wenn es um die Einschätzung der richtigen Beträge geht:

  • Von 2 bis 5 Jahren: 50 Cent pro Woche
  • Von 6 bis 7 Jahren: 1,50 bis 2 Euro pro Woche
  • Von 8 bis 9 Jahren: 2 bis 3 Euro pro Woche
  • Von 10 bis 11 Jahren: 13 bis 16 Euro monatlich
  • Mit 18 Jahren: 70 Euro monatlich 



Da im Laufe der Zeit laufende Kosten entstehen und es immer neue Notwendigkeiten gibt, ist eine solche Erhöhung des Taschengeldes durchaus angemessen. Vorschüsse sollten derweil nicht gewährt werden. Denn ansonsten steht das wichtige Kriterium der finanziellen Planbarkeit, die einen großen Lerneffekt in sich trägt, auf dem Spiel.

Spielerische Ansätze


Immer wieder ist von spielerischen Aspekten die Rede, durch die das Kind an den Umgang mit Geld herangeführt werden kann. Die heutige Pädagogik geht jedoch davon aus, dass dies allenfalls die Fähigkeit verbessert, mit Geld zu rechnen. So führt etwa das regelmäßige Spielen von Monopoly nicht zu einem zuverlässigen und souveränen Umgang mit dem eigenen Taschengeldkonto. Durch die intensive Beschäftigung mit verschiedenen Summen, die dem Spiel jedoch zu eigen ist, kann sich dennoch ein nützlicher Effekt ergeben, der auf Dauer ausgenutzt werden kann. 



Ein anderer Bereich, in dem das spielerische Lernen im Umgang mit Geld immer wieder diskutiert wird, ist der eigene Kaufladen. Schon Kinder ab einem Alter von zwei Jahren haben häufig einen großen Spaß daran, vor einem Sortiment an verschiedenen Waren zu stehen, aus dem sich die Freunde oder Eltern einzelne Artikel aussuchen. Auch hinter diesem vermeintlich so lockeren Spiel verbirgt sich wiederum der Umgang mit Geld, der zunächst sehr willkürlich erscheinen mag. Auf lange Sicht können jedoch auch solche pädagogischen Maßnahmen dazu beitragen, dass die Kleinen die Natur des Warentransfers verstehen, wie er sich in unserer Gesellschaft im Laufe der vergangenen Jahrtausende entwickelte, um nun von vielen Menschen gut beherrscht zu werden.

Sparen für das Kind 


Abseits des Lerneffekts kann es in der Verantwortung der Eltern stehen, eine finanzielle Grundlage für das eigene Kind zu schaffen, die über das Taschengeld hinausgeht. Ein Modell, welches in diesen Tagen als sehr passend empfunden wird, ist das Einrichten eines Sparplans. Dabei werden Monat für Monat überschaubare Beträge in Aktien oder Fonds investiert, die sich durch den langen Horizont der Anlage massiv steigern können. Vollendet das Kind schließlich das 18. Lebensjahr, so blickt es auf einen finanziellen Grundstock, mit dem zum Beispiel die Ausbildung finanziert werden kann. Oder es ist die Anschaffung eines eigenen Autos notwendig, um den Weg zur ersten Arbeitsstelle bestreiten zu können. Während sich die Notwendigkeit des Sparens auf Seiten der Eltern über einen längeren Zeitraum erstreckt, bekommt das Kind an dieser Stelle die Chance, von einer ansehnlichen Verzinsung der Beträge zu profitieren, sofern diese in einer vernünftigen Art und Weise am Markt angelegt wurden.