Sandwich Generation

Kindererziehung auf der einen, Pflege der Eltern auf der anderen Seite. Entlastung können Minijobber bringen, weiß Jutta Rump, Professorin für Wirtschaft.

Sandwich-Generation – so nennen wir die heute 40- bis 60-Jährigen, die unter großem Stress zusätzlich zur eigenen Karriere zwei große Aufgaben meistern müssen: die Kindererziehung sowie die Pflege der Eltern. Jutta Rump erklärt, warum die Sandwich-Generation heute so unter Druck steht – und zeigt Wege zur Entlastung auf. Ein Tipp von ihr: einen Minijobber, der im Haushalt hilft beschäftigen und anmelden.

„Die Frauen und Männer der mittleren Generation hatten schon immer viel zu tun. Sie erziehen die Kinder und kümmern sich um die eigenen Eltern. Ihre Lebensumstände allerdings haben sich geändert: Sie bekommen ihre Kinder später und die Gesellschaft wird insgesamt älter. Die Konsequenz: Kindererziehung und die Pflege der Eltern überschneiden sich immer häufiger“, erklärt Prof. Dr. Jutta Rump, die das Institut für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen am Rhein leitet, das unter anderem Arbeitstrends in einer alternden Gesellschaft erforscht.

Die Doppelbelastung trifft allerdings nicht alle gleich: Frauen haben in der Familie und im Haushalt häufig mehr Pflichten als ihre Partner – und kämpfen folglich stärker um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

„In der Generation der Babyboomer gab es für Frauen noch ein Entwederoder: Kind oder Karriere. Doch die moderne Frau der Sandwich-Generation lässt sich in dieser Frage zurecht auf keinen Kompromiss mehr ein. Für sie ist es ein Sowohl-als-auch“, so Rump.

Eine Generation unter Druck

Die Mehrbelastung hinterlässt ihre Spuren: „In der Sandwich-Generation häufen sich die Fälle von Burn-Out Syndrom und Depressionen“, erklärt Rump. „Auf diese Herausforderung hat die Gesellschaft leider noch keine Antwort gefunden“, analysiert Rump weiter.

Langfristige Verbesserung müsse vor allem in den Unternehmen stattfinden, erklärt die Expertin: Eine leichtere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, eine Personalentwicklung, die sich den Problemen der Sandwich-Generation annimmt, sowie ein gutes Gesundheitsmanagement seien mögliche Ansatzpunkte.

Minijobber entlasten die Sandwich-Generation

Für sofortige Entlastung in den eigenen vier Wänden sorgen angemeldete Haushaltshilfen, die aufräumen, sauber machen oder für die Kinderbetreuung sorgen: „Sie übernehmen wichtige Aufgaben und ermöglichen es, die eigene Zeit flexibler zu nutzen sowie Berufliches und Privates besser zu vereinbaren“, erklärt Jutta Rump.

Neben einer verbesserten Work-Life-Balance schaffen angemeldete Minijobber auch Steuervorteile: Nach der Anmeldung bei der Minijob-Zentrale können Arbeitgeber jährlich 20 Prozent der entstandenen Kosten, höchstens aber 510 Euro von der Steuerschuld abziehen.

Im Gegensatz droht jedem Arbeitgeber, der die Haushaltshilfe nicht bei der Minijob-Zentrale anmeldet, ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro.

Inklusive ist auch die Unfallversicherung für die Minijobber: Die Minijob- Zentrale übernimmt die Anmeldung zur gesetzlichen Unfallversicherung und den Einzug der Versicherungsbeiträge. So ist ausgeschlossen, dass der Arbeitgeber bei einem Unfall der Haushaltshilfe Ärger mit dem Unfallversicherungsträger bekommt und am Ende für die Kosten aufkommen muss.

haushaltsjob-boerse.de – deutschlandweit und kostenlos

Doch wie kommen Haushaltshilfen und private Arbeitgeber zusammen? Auf www.haushaltsjob-boerse.de können Arbeitnehmer und Arbeitgeber ihre Anfragen und Angebote kostenlos schalten. Die Anmeldung ist einfach. Ein kurzer Anzeigentext sowie ein hochgeladenes Foto erleichtern die Suche.

Haben Minijobber und Arbeitgeber einander gefunden, ist die Anmeldung ein Leichtes: Arbeitgeber füllen lediglich den Haushaltsscheck aus und senden ihn an die Minijob-Zentrale. Das Formular können Interessierte unter www.minijob-zentrale.de direkt online ausfüllen, als PDF herunterladen oder unter 0355 / 290 270 799 bequem per Post anfordern.

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