Wenn Sie einmal eine erste Zwischenbilanz ziehen.... wie weit sind Sie bereits gelaufen auf den neuen High Heels? Sind Sie zufrieden mit dem Erreichten? Oder könnte alles noch besser sein.

Dranbleiben und Drinbleiben - Trotz Selbstzweifeln und Fremdzweiflern

Wenn Sie einmal eine erste Zwischenbilanz ziehen.... wie weit sind Sie bereits gelaufen auf den neuen High Heels? Sind Sie zufrieden mit dem Erreichten? Oder könnte alles noch besser sein.

Angenommen Sie sind nicht zufrieden, woran liegt es? Was ich immer wieder höre ist, es kam so viel dazwischen: mein Chef, mein Kind, mein Mann, meine Eltern,...... . Es gibt immer wieder viele, viele Dinge, die uns ernsthaft von etwas abhalten, aber die Erfahrung zeigt, dass die meisten davon abstellbar sind. Überlegen Sie sich beim Zurückblicken, was Sie davon abgehalten hat, die einzelnen Schritte umzusetzen und schreiben Sie Dinge auf eine Not-To-Do-Liste (Arbeitsblatt 13) Ich liebe diese Liste. Wir alle sind es eigentlich gewöhnt, To-Do-Listen zuführen, was wir noch alles erledigen müssen. Wie befreiend ist es, Dinge auf die Not-To-Do-Liste zu schreiben, z.B. die Kinderzimmer aufräumen (das können Kinder mit etwas Anleitung gut selbst), die Anzüge in die Reinigung bringen (Ihr Partner hat doch auch Füße) oder der Mitarbeiterin einen Gefallen tun. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Konsequent NEIN zu sagen

Das fällt uns Frauen oft schwer, vor allem wenn einer unserer Glaubenssätze war, es allen recht machen zu müssen. Dafür ist das eine gute Übung. Lernen Sie NEIN zu sagen. Damit meine ich aber nicht das trotzige, bockige NEIN eines kleinen Kindes, sondern ein erwachsenes NEIN. „Nein, ich räume deine Sachen nicht mehr weg, Du bist groß genug dafür, komm wir machen es einmal zusammen und ab morgen machst du es selbst!“, „Nein, mich kostet der Gang zur Reinigung so viel Zeit, die ich für andere Dinge brauche. Sei so lieb, und nimm die Anzüge auf dem Weg ins Büro mit zu einer Reinigung in der Nähe.“, „Nein, ich kann das leider für dich nicht übernehmen, weil ich andere dringende Dinge zu erledigen habe, es tut mir sehr leid, vielleicht fragst du mal Brigitta.“ Dies sind nur einige Sätze, wie Sie dem anderen ein wertschätzendes NEIN entgegen bringen können, indem Sie gleich eine Alternative anbieten. Kein Gezicke, kein Diskutieren, einfach ein kurzes sachliches NEIN. Üben Sie sich darin und Sie werden sehen, dass es Spaß machen kann und dass Sie sogar mehr geschätzt werden, weil Sie klar Position beziehen.

Umgang mit Fremdzweiflern

Gerne begegnen Ihnen auf dem Weg zum Ziel auch immer wieder die lieben Fremdzweifler. Hier sehen Sie die gängigsten: allen voran der Partner, die eigene oder Schwiegermutter oder sogar die beste Freundin.

Die gute Nachricht ist: sie meinen es alle nicht böse mit Ihnen. Unterschiedlichste Gründe motivieren diese Zweifler, Ihnen ungefragt ihre Kommentare entgegenzuschleudern. Der Partner sieht mehr Arbeit auf sich zukommen, die besten Freundin ist vielleicht ein wenig neidisch und die Mutter vielleicht auch.

Nehmen wir die beste Freundin, die Ihnen beim kleinsten Straucheln auf dem Weg zu Ziel sagt: „Siehst du, habe ich doch gesagt, dass das Wahnsinn ist, was du vorhast...“ oder die Mutter oder Schwiegermutter, die Ihnen klar sagt, dass ein so kleines Kind zur Mutter gehört, und dass sie das früher ja alles ganz anders gemacht haben. Oder Ihr Partner, der sagt, dass Sie sich übernehmen und wie Sie das denn alles neben der Familie noch stemmen wollen. Haben Sie das schon einmal gehört? Legen Sie sich hier ein dickes Fell zu. Sie kennen die Sprüche, die auf Sie zukommen werden nur zu gut.

Eine meine ersten Empfehlungen ist es, Tabu-Themen zu vereinbaren. „Agree to disagaree“, kommen Sie überein, dass sie hier unterschiedliche Meinungen haben und bügeln Sie das Thema gleich ab, wenn es mit der betreffenden Person hochkommt. Diese Diskussionen sind in den seltensten Fällen zielführend und rauben Ihnen nur Energie.

Eine weitere hervorragende Methode ist es auch, sich sämtliche Zweifel, die Ihnen selbst kommen bei Ihrem Vorhaben oder die von anderen kommen aufzuschreiben, sich aber dann nicht die Zweifel auszumalen sondern wie Sie diese überwinden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen dieses Überwinden gelingt, ist dann viel größer. Erinnern Sie sich an die Kraft des positiven Denkens. Dazu können Sie das Arbeitsblatt im Anhang nutzen (Arbeitsblatt 14).

Nutzen Sie die nächsten zwei Wochen, steinige Wege von Schutt zu befreien, weiten Sie Ihre Not-To-Do-Liste aus und erstellen Sie sich die Hindernisüberwindungsliste. Bevor Sie die Schuhe wieder ausziehen, ebenen Sie sich lieber den Weg. Bleiben Sie dran, laufen Sie weiter. Beim nächsten Mal lernen Sie zu feiern!

Ich freue mich darauf, mit Ihnen zu feiern!

Ihre Katrin Seifarth

Alle Arbeitsblätter finden Sie hier!

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Bildnachweis: fotolia - denisismagilov

Vita
Katrin Seifarth ist Coach, Beraterin, Moderatorin und Autorin der Erfolgsbücher "Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe" und "Das SIEgER Team". Ihr Ziel: "Ich möchte möglichst vielen Müttern den Weg der Selbstzweifel und der Unzufriedenheit ersparen und den Prozess zu mehr Zufriedenheit massiv beschleunigen."
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