Schwanger am Arbeitsplatz

Was gilt es zu beachten? Was darf einer Schwangeren zugemutet werden, was nicht?

Sobald Sie Ihren Arbeitgeber über Ihre Schwangerschaft informiert haben, gelten für Sie die Rechte des Mutterschutzgesetzes, welches die Schwanger und ihr Baby schützen soll. 

Für Schwangere gilt, dass sie:

  • keine Arbeiten erledigen dürfen, bei denen eine erhöhte Unfallgefahr, wie z.B. Ausrutschen, Fallen, Abstürzen, besteht. So dürfen sie nicht auf Baustellen eingesetzt werden und auch der Umgang mit bestimmten Maschinen ist verboten.
  • nicht mit giftigen oder radioaktiven Stoffen – das gilt auch für Röntgenstrahlungen oberhalb eines bestimmten Grenzwertes – oder mit Krankheitskeimen, wie sie im Labor oder auf bestimmten Stationen in Krankenhäusern anzutreffen sind, umgehen. Desweiteren dürfen Sie nicht großem Lärm, starker Hitze beziehungsweise extremer Kälte ausgesetzt werden und auch nicht starken Erschütterungen.
  • Lasten, die schwerer als fünf Kilogramm sind, nicht regelmäßig anheben oder tragen darf.
  • ab dem dritten Monat nicht mehr in Beförderungsmitteln, wie Zug, Bus, Taxi oder Flugzeugen arbeiten darf.
  • ab der 21. Woche nicht länger als vier Stunden stehen darf.
  • sich nicht allzu oft recken, strecken, bücken, beugen oder auf Leitern arbeiten darf.
  • nicht an einem Fließband arbeiten darf, an dem eine vorgegebene Leistung erbracht, bzw. im Akkord gearbeitet werden muss.
  • zwischen 20 und 6 Uhr, sowie sonn- und feiertags nicht arbeiten darf.
  • nicht länger als 8,5 Stunden am Tag oder 90 Stunden im Zeitraum von zwei Wochen arbeiten. 

Haben Sie eine Tätigkeit ausgeführt, die im Mutterschutzgesetz verboten sind, ist der Arbeitgeber verpflichtet, Ihnen eine andere Aufgabe zukommen zu lassen. Sie dürfen mit der neuen Aufgabe finanziell nicht schlechter gestellt werden und auch in der Hierarchie nicht absteigen.

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