Tagebuch schreiben

Der etwas andere gute Vorsatz für das nächste Jahr: Führen Sie Tagebuch! Das entstresst und stärkt das Immunsystem. 

Zum Beispiel in der Pubertät, als plötzlich die gesamte Gefühlswelt durcheinander geriet? Haben Sie irgendwann wieder damit aufgehört? Machen Sie weiter. Denn: Wer Tagebuch führt, sortiert seine Gedanken und Gefühle. James W. Pennebaker, Psychologieprofessor der Universität Texas, hat sogar herausgefunden, dass Menschen, die an drei Tagen pro Woche 15 Minuten Tagebuch schreiben, überdurchschnittlich weniger gestresst sind als andere und ein sehr viel stärkeres Immunsystem haben.

Das Tagebuch hilft aber auch, selbst gesetzte Ziele zu fixieren, sowie die erzielten Ereignisse und Fortschritte zu dokumentieren. Wir verraten Ihnen wie:

Schreibzeit, -ort und -rhythmus

Aller Anfang ist schwer. Und es gibt immer wieder tolle Ausreden, um den guten Vorsatz dann doch nicht umsetzen zu müssen. Suchen Sie sich einen Ort in Ihrer Wohnung, wo Sie ungestört schreiben können und planen Sie sich feste Zeiten ein, an denen Sie schreiben. So wird das Schreiben fester Bestandteil des Tages.

Das drei-Minuten-Tagebuch

Es muss nicht gleich ein Roman sein. Manchmal reicht es auch, die wichtigsten Ereignisse in drei bis vier kurzen Sätzen zusammen zu fassen. Denn nicht immer passiert etwas Aufregendes. Wenn dann ein Ereignis eintritt, schreibt man automatisch mehr.

Schreiben

Wir haben zwar alle in der Schule schreiben gelernt, aber schreiben ist eben nicht gleich schreiben. Das Gute am Tagebuchschreiben ist: Niemand liest es, außer Sie selbst. Schreiben Sie also einfach drauf los. Vielleicht hilft es, auf den ersten Seiten einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu schreiben. Was ist gut gelaufen, was schlecht? Was wollten Sie erreichen? Was haben Sie erreicht?

Variieren Sie die Textsorten. Wie wäre es mal mit einem Gedicht? Oder auch eine einfache Aufzählung.

Bilder, Zeichnungen...

Zeitungsartikel, Postkarten. Es ist erlaubt, was gefällt. Es ist Ihr Tagebuch. Gestalten Sie es so, wie Sie möchten. Dann behalten Sie auch Spaß daran. Und können Jahre später in Ihren alten Tagebucheintragungen schmökern.

Dran bleiben

Es ist nicht immer einfach, regelmäßig Tagebuch zu führen. Manche Wochen steht einem einfach nicht der Kopf danach. Egal! Setzen Sie sich nicht unter Druck. Sobald Sie wieder Lust haben, schlagen Sie eine neue Seite auf und weiter geht‘s.

Schon gewusst?

Es gibt sogar einen Tag des Tagebuchs. Der 12. Juni - An diesem Tag bekam Anne Frank, die wohl eines der bekanntesten Tagebücher der Welt geschrieben hat, von ihrem Vater ein Notizbuch zu ihrem 13. Geburtstag.

Ein toller Blog zum Thema: www.schreibjournal.de

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