Abendritual

Für Babys und Kinder sind feste Gewohnheiten wichtig. Hier ein paar schöne Ideen für das Gute-Nacht-Ritual.

Ein fester Rahmen hilft Kindern dabei, sich in der großen, neuen Welt zurechtzufinden. Und eine vertraute Umgebung mit bekannten Strukturen schafft ein Wir-Gefühl in der Familie. Rituale wie „nach dem Essen Zähne putzen“ oder „erst Schlafanzug an, dann Schnuller holen, dann Geschichte hören“ können sogar als Erziehungshelfer dienen. Wenn die Abläufe immer gleich sind, gibt es keine Diskussionen mehr darüber. Rituale helfen außerdem dabei, zu entspannen. Daher sind sie gerade zum Schlafengehen perfekt, um den Tag ausklingen zu lassen. Ein weiterer Bonus ist die gemeinsame Zeit.

Die folgenden schönen Rituale können Familien in ihren Abend einfließen lassen:

Ab in die Badewanne: Im warmen Wasser können die Kleinen schon so richtig entspannen und sich auf das Bettchen einstimmen.


Eine Gute-Nacht-Geschichte: Ein vermutlich weit verbreitetes Abendritual ist die Gute-Nacht-Geschichte. Kinder lieben es, wenn Mama und Papa ihnen schöne Geschichten erzählen und dabei mit ihnen kuscheln. Tipp: Zu aufregende Geschichten, die kein harmonisches Ende haben, vermeiden, damit das Kind nicht zu aufgedreht ins Bett geht oder gar schlecht träumt.


Das Gute-Nacht-Lied: Ob nun gesungen oder vorgelesen wird, die Stimme der Eltern wirkt beruhigend auf das Kind und hilft ihm, den Tag hinter sich zu lassen und sich auf die Nacht einzustimmen. Oder alle singen zusammen ihr liebstes Abendlied.


Gute-Nacht-Wünsche: Papa, Mama, dem Kuscheltier – allen wird eine gute Nacht gewünscht, bevor das Licht ausgeht. Vielleicht bekommt jeder einen Gute-Nacht-Kuss?


Spieluhr oder Hörspiel: Für Babys und kleinere Kinder eignet sich sicher die Spieluhr besser, bei größeren darf es dann auch ein kurzes Hörspiel sein. Alle kuscheln sich unter eine Decke und lauschen dem Lied oder der Geschichte.


Der Schlaf-Express: Der Zug, bestehend aus Mama, Papa und Kindern, beginnt im Wohnzimmer, fährt durch das Badezimmer und endet im Schlafzimmer. Eine lustige Idee, um sich noch einmal auszutoben, bevor gekuschelt wird.


Ein Spiel vor dem Zubettgehen: Ein gemeinsames Spiel oder Puzzle vor dem Schlafengehen ist vor allem bei größeren Kindern beliebt. Hierbei können sich alle von ihrem Tag erzählen und sich auf die Nacht und den nächsten Tag einstimmen.


Tipp: das Abendritual nicht zu lang werden zu lassen. Irgendwann ist tatsächlich Zeit zum Schlafen. Entscheidend ist letztendlich nicht, wie lange das Ritual dauert, sondern dass es stattfindet.

Wichtig ist, die Persönlichkeit der Kinder zu berücksichtigen und Rituale gegebenenfalls zu modifizieren. Wenn das Kind noch vor ein paar Monaten wunderbar zum Schlaflied eingeschlafen ist, braucht es jetzt vielleicht zuvor eine Geschichte, um sich besser entspannen zu können.

Fernseher oder PC sollten übrigens tabu sein. Das grelle Licht und die Bewegungen der Medien können die Reize der Kinder schnell überfluten und eine Entspannung verhindern.

Welche Rituale und wie viele in den Alltag und den Abend eingebunden werden, das entscheidet jede Familie individuell nach ihren Vorlieben. Am Ende geht es nur darum, dass sich alle wohlfühlen.

Quelle: AOK Hessen

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