Netzwerken

Wer viele Kontakte hat, kommt noch lange nicht beruflich weiter. Der Grund: Viele nutzen die falschen Netzwerke oder setzen die richtigen Netzwerke falsch ein. 

Katrin Seifert verrät, wie das Netzwerken vor allem bei Frauen besser zu beruflichem Erfolg führen kann.

1. Pull-Faktor beachten

Oft sind Frauen auf gleicher Hierarchie-Ebene gut vernetzt. Damit können sie zwar Informationen für das Tagesgeschäft austauschen, mit anderen Bereichen ein „emotionales Bankkonto“ pflegen oder von anderen Frauen lernen. Das löst aber keine Pull-Effekte nach oben aus. Wichtig ist es, nach oben zu netzwerken. Mit Personen, die einen beruflich weiterbringen können. Treffen Sie sich daher nicht mit der Kollegin zum Erfahrungsaustausch, sondern verabreden Sie sich mit potenziellen zukünftigen Vorgesetzten zum informellen Mittagessen. So können Sie sich positionieren und Ihr Interesse an Posten und Bereichen im Unternehmen bekunden.

2. Netzwerk-Ziel definieren

Um ein Netzwerk bzw. einen informellen Kontakt optimal zu nutzen, ist es wichtig, ein klares Netzwerk-Ziel zu haben. Viele Frauen denken, beim Netzwerken geht es um Small Talk und Beziehungspflege. Dies führt dazu, dass sie eher vage kommunizieren. Mit einem konkreten Netzwerk-Ziel, z.B. „Ich will eine Beförderung“ werden Sie ganz anders auftreten. Mit diesem Ziel im Rücken, liegt es viel näher, relevante Leistungen klar herauszustellen. Machen Sie sich vor einem Treffen klar, mit welchem Ergebnis Sie das Gespräch oder den Abend verlassen wollen. Welchen Eindruck Sie bei Ihrem Gegenüber hinterlassen wollen, welche Wirkung Sie auslösen wollen. Sie werden dann viel zielgerichteter kommunizieren und agieren.

Vita
Katrin Seifarth ist Coach, Beraterin, Moderatorin und Autorin der Erfolgsbücher "Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe" und "Das SIEgER Team". Ihr Ziel: "Ich möchte möglichst vielen Müttern den Weg der Selbstzweifel und der Unzufriedenheit ersparen und den Prozess zu mehr Zufriedenheit massiv beschleunigen."
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