gefährliches Kinderspielzeug

Nichts ist schöner, als Kinderaugen beim Anblick eines neuen Spielzeugs strahlen zu sehen. Aber vorsichtig: Was so süß aussieht, kann Giftstoffe enthalten.

Umso besorgter stimmten daher in den letzten Jahren diverse Berichte über Studien, die vor schädlichen Zusatzstoffen und giftigen Substanzen in Spielsachen warnten. Die Richtlinien für Spielzeug wurden seitdem deutlich angezogen. Während Deutschland nach der letzten Veränderung der EU-Gesetzgebung 2009 nach wie vor an den alten Richtlinien festhielt, müssen wir uns nun nach neustem EU-Beschluss auch hierzulande an die im europäischen Recht festgelegten Obergrenzen halten. 

So harmlos und doch so gefährlich: Spielzeug und die darin enthaltenen Schwermetalle.

Wenn wir unsere Kids so spielen sehen, denkt kaum jemand an Arsen, Quecksilber oder gar Antimon. Die Gefahr ist trotzdem da und lauert gut getarnt in diversen Spielsachen, die nicht der EU-Norm oder dem deutschen Standard entsprechen. Doch welche Regelungen gelten eigentlich aktuell und was hat der neuste Beschluss der EU-Kommission für den deutschen Spielzeugmarkt und den Verbraucher zu bedeuten?

EU gegen DE – Was verändert sich für den Verbraucher?

Die Uneinigkeit über die Bestimmungen in puncto Schadstoffgesetz bei Spielzeug ergibt sich zwischen EU und dem deutschen Gesetzgeber durch die unterschiedlichen Methoden, mit denen der Schadstoffanteil gemessen wird. Während die deutschen Werte auf der sogenannten Bioverfügbarkeit beruhen und die maximal zulässige Menge eines chemischen Stoffes bestimmen, die beim Spielen in den menschlichen Körper gelangen darf, bezieht sich die EU auf Migrationsgrenzwerte, die die Menge eines Schadstoffes messen, der von Spielzeug ausgeht, bevor das Kind ihn aufnimmt. Nachdem Deutschland sich seit 2009 im Rechtsstreit mit der EU-Kommission um die Sicherheit von Kinderspielzeug befand, wurde nun von der EU-Kommission zugunsten der EU-Richtlinien entschieden. Das Verfahren drehte sich speziell um den zulässigen Anteil von fünf Schwermetallen in Spielzeug. Deutschland habe im Verfahren nicht nachvollziehbar beweisen können, "dass diese Grenzwerte, die dem früheren Standard der EU entsprechen, einen höheren Schutz gewährleisten als die neuen europäischen Grenzwerte", schreibt das Gericht der Europäischen Union in einer Pressemitteilung vom 14. Mai 2014. Finale Konsequenz der Entscheidung für das EU-Gesetz ist, dass Deutschland nun seine aktuell noch geltenden Grenzwerte in Kinderspielzeug an die in der EU geltenden Werte anpassen muss. Für den Verbraucher bedeutet dies letztlich nur, dass in Zukunft ausschließlich das EU-Siegel, die CE-Kennung, als Hinweis auf die Qualität des Spielzeugs gültig ist. Sobald dieses Kennzeichen vorhanden ist, kann man bei fairen Marken und Anbietern dann in Zukunft auch beruhigt günstigere Angebote in Anspruch nehmen, wie aktuell zum Beispiel die Gutscheinaktion von myToys auf Alle-Gutscheine.de.

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Mario Spann CC BY Bestimmte Rechte vorbehalten